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Ratgeber · 10 Min Lesezeit · mit Tabelle

Blackjack Strategie – Grundstrategie-Tabelle und Kartenzählen im Check

Die Blackjack-Strategie, die wirklich zählt, passt auf eine Karte: 310 Felder, eines für jede Hand gegen jede offene Karte des Dealers. Tippe ein Feld an, und du siehst, warum dort ziehen, stehen, verdoppeln oder teilen richtig ist.

Fazit in einem SatzDie Grundstrategie drückt den Hausvorteil auf etwa 0,57 % – weg ist er damit nicht.
Nachgerechnet mit RechenmodellRedaktion casinospielregeln.de
Grundstrategie zum Antippen

Blackjack-Strategie: die Grundstrategie-Tabelle

Harte Hände: Deine Hand (Zeile) gegen die offene Karte des Dealers (Spalte)
Deine Hand2345678910A
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
Soft Hände: Deine Hand (Zeile) gegen die offene Karte des Dealers (Spalte)
Deine Hand2345678910A
A,2
A,3
A,4
A,5
A,6
A,7
A,8
A,9
Paare: Dein Paar (Zeile) gegen die offene Karte des Dealers (Spalte)
Dein Paar2345678910A
2,2
3,3
4,4
5,5
6,6
7,7
8,8
9,9
10,10
A,A

Tippe auf ein Feld. Dann steht hier, was die Grundstrategie für diese Hand sagt und was jede Möglichkeit im Schnitt bringt.

  • H = Karte ziehen
  • S = Stehen
  • D = Verdoppeln, sonst Karte
  • Ds = Verdoppeln, sonst stehen
  • P = Teilen

6 Decks · Dealer steht auf Soft 17 · Verdoppeln nach Teilen · Quelle: Wizard of Odds, gegengeprüft mit eigener Berechnung (Methodik)

Spielchips ohne Wert · kein Echtgeld · Hausvorteil laut Rechenmodell: 0,57 % mit dieser Tabelle

Die Blackjack-Strategie-Tabelle lesen

Die Grundstrategie ist die beste Blackjack-Strategie, die ohne Kartenzählen möglich ist. Sie wurde nicht erraten, sondern ausgerechnet: Für jede Kombination aus deiner Hand und der offenen Karte des Dealers vergleicht sie, was Ziehen, Stehen, Verdoppeln und Teilen im Schnitt bringen, und nimmt das Beste. Mehr Blackjack-Strategie-Grundlagen brauchst du nicht. Du musst nur wissen, wie die Tabelle aufgebaut ist.

Links stehen deine Hände, oben die offene Karte des Dealers. Wo sich Zeile und Spalte treffen, steht der Buchstabe für die Entscheidung. Die Tabelle hat drei Teile. Zuerst schaust du, ob du ein Paar hast, das du teilen könntest. Wenn nicht, prüfst du, ob deine Hand ein Ass enthält, das als 11 zählt; dann gilt der Teil für Soft Hände. In allen anderen Fällen liest du bei den harten Händen nach.

Die Buchstaben bedeuten Karte (H), Stehen (S), Verdoppeln (D) und Teilen (P). Bei „Ds“ verdoppelst du, wenn es erlaubt ist, und bleibst sonst stehen. Bei „D“ verdoppelst du, wenn es erlaubt ist, und ziehst sonst eine Karte. Diese Unterscheidung brauchst du vor allem bei der dritten Karte, denn danach darfst du an fast allen Tischen nicht mehr verdoppeln.

Für welche Regeln die Tabelle gilt

Die Tabelle oben ist für sechs Decks gerechnet, für einen Dealer, der auf Soft 17 stehen bleibt, und für Tische, an denen du nach dem Teilen verdoppeln darfst. Für vier bis acht Decks ist sie praktisch gleich. Zieht der Dealer auf Soft 17, ändern sich nur wenige Felder, und der Hausvorteil steigt auf rund 0,79 %. Bei einem oder zwei Decks gibt es mehr Abweichungen; wer dort spielt, braucht eine eigene Tabelle.

Sechs versiegelte Kartenspiele zu einem ordentlichen Turm gestapelt auf einem lavendelfarbenen Schreibtisch (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild. Sechs Decks im Schlitten sind im Casino üblich, und die Grundstrategie ist genau dafür gerechnet.

Wir haben jedes der 310 Felder mit einem eigenen Rechenmodell nachgeprüft. Es rechnet mit unendlich vielen Karten und kommt bei 2 Feldern knapp zu einem anderen Ergebnis als die veröffentlichte Tabelle, nämlich bei A,2 gegen 5 und A,4 gegen 4. Dort liegen Verdoppeln und Ziehen so nah beieinander, dass die Zahl der Decks den Ausschlag gibt. Die Tabelle zeigt den Wert für sechs Decks. Wie wir rechnen, steht unter Methodik.

Wann ziehen, wann stehen?

Blackjack wann ziehen ist die Frage, die am Tisch am häufigsten falsch beantwortet wird. Die Regel dahinter ist einfach: Hast du eine harte Hand von 12 bis 16, schaust du auf den Dealer. Zeigt er eine 2 bis 6, ist er schwach und muss oft noch ziehen. Du bleibst dann meist stehen und lässt ihn das Risiko tragen. Zeigt er eine 7 bis Ass, hat er wahrscheinlich schon eine gute Hand, und du ziehst.

Konkret heißt das in der Tabelle: Mit Hart 13 bis 16 bleibst du gegen 2 bis 6 stehen und ziehst sonst. Hart 12 ist die Ausnahme. Hier stehst du nur gegen 4 bis 6, gegen eine 2 oder 3 nimmst du noch eine Karte. Mit Hart 17 und mehr bleibst du immer stehen, mit 11 oder weniger ziehst du immer, denn überkaufen kannst du dich damit nicht.

Warum Hart 16 gegen 10 eine Karte nimmt

Hart 16 gegen eine 10 ist die unbeliebteste Hand am Tisch. Die Tabelle sagt Karte ziehen, und viele halten das für Leichtsinn. Der Grund: Mit 16 gewinnst du nur, wenn sich der Dealer überkauft. Mit einer 10 offen gelingt ihm aber in den meisten Runden eine Hand von 17 oder mehr. Stehen bleiben verliert also oft. Ziehen verliert auch oft, aber ein kleines bisschen seltener. Beide Wege sind schlecht, die Tabelle wählt den weniger schlechten. Tippe das Feld oben an, und du siehst die Werte für beide Möglichkeiten.

Soft Hände: mehr Mut

Mit einer Soft Hand kannst du dich mit der nächsten Karte nicht überkaufen, weil das Ass notfalls als 1 zählt. Deshalb spielt die Grundstrategie hier mutiger. Soft 17, also Ass und Sechs, ist keine fertige Hand: Gegen eine 2 heißt es Karte ziehen, gegen eine 3 bis 6 sogar Verdoppeln. Soft 18 gegen eine 9, 10 oder ein Ass zieht ebenfalls eine Karte. Soft 19 und Soft 20 bleiben stehen.

Verdoppeln und Teilen nach der Tabelle

Von den 310 Feldern der Tabelle sagen 47 „Verdoppeln“ und 52 „Teilen“. Das sind die Stellen, an denen du mehr Geld auf den Tisch legst, und genau dort holt die Grundstrategie das meiste zurück. Eine gute Blackjack-Einsatz-Strategie besteht deshalb nicht darin, die Einsätze nach Gewinnen oder Verlusten zu ändern, sondern darin, in diesen Feldern mutig zu sein.

Mit 11 verdoppelst du gegen jede Karte außer dem Ass, mit 10 gegen alles bis zur 9. Mit 9 verdoppelst du nur gegen eine 3 bis 6. Der Gedanke dahinter: Etwa 30,8 % aller Karten zählen 10, also ist die Chance gut, dass dir die eine Karte, die du nach dem Verdoppeln bekommst, eine starke Hand bringt. Gleichzeitig muss der Dealer gegen eine schwache offene Karte oft noch ziehen.

Beim Teilen gilt: Asse und Achten immer, Zehnen und Fünfen nie. Zwei Fünfen sind eine 10, mit der du verdoppelst, statt zwei schwache Hände zu bauen. Zwei Zehnen sind 20, die zweitbeste Hand im Spiel. Zweien, Dreien und Siebenen teilst du gegen eine 2 bis 7, Sechsen gegen eine 2 bis 6, Neunen gegen alles außer 7, 10 und Ass. Gegen eine 7 bleibst du mit 18 stehen, weil der Dealer dann oft auf 17 endet.

Die Versicherung

In der Tabelle fehlt die Versicherung, weil die Antwort immer gleich ist: nein. Sie zahlt 2 : 1, gewinnt aber nur, wenn die verdeckte Karte des Dealers eine Zehnerkarte ist. Das ist bei etwa 30,8 % der Fälle so und reicht für 2 : 1 nicht. Wer nicht zählt, nimmt sie nie.

Kartenzählen erklärt

Kartenzählen ist die einzige Blackjack-Strategie, die den Hausvorteil theoretisch umdrehen kann. Die Idee ist alt und einfach: Gespielte Karten kommen erst nach dem nächsten Mischen zurück. Liegen im Rest des Schlittens viele Zehnerkarten und Asse, hilft das dem Spieler. Blackjacks werden häufiger, Verdoppeln lohnt sich öfter, und der Dealer überkauft sich leichter, weil er bis 16 ziehen muss.

Die bekannteste Methode heißt Hi-Lo. Du zählst jede Karte, die du siehst: Karten von 2 bis 6 zählen +1, Karten von 7 bis 9 zählen 0, Zehnerkarten und Asse zählen −1. Nach dem Mischen beginnst du bei null. Die laufende Zahl teilst du durch die Decks, die noch im Schlitten liegen, und bekommst den „True Count“. Erst ein deutlich positiver True Count bringt dem Spieler einen kleinen Vorteil. Am Blackjack-Trainer kannst du das Mitzählen in einer eigenen Lektion üben.

Durchsichtiger Ablagebehälter halb voll mit verdeckten Karten an der Ecke eines grünen Filztischs (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild. In der Ablage landen die gespielten Karten. Wer zählt, versucht sich zu merken, was hier liegt.

Warum es selten hilft

In der Praxis ist Kartenzählen mühsam und bringt wenig. Bei sechs oder acht Decks bleibt der Count lange nahe null, und der Vorteil kommt nur in kurzen Phasen. Um ihn zu nutzen, musst du in diesen Phasen deutlich mehr setzen als sonst. Genau das fällt auf. Viele Spielbanken mischen außerdem nach der Hälfte des Schlittens neu oder benutzen Mischmaschinen, die gespielte Karten sofort zurückführen. Dann gibt es nichts mehr zu zählen.

Verboten ist Kartenzählen nicht. In Spielbanken ist es nicht verboten, aber die Spielbank darf dich vom Tisch bitten, denn sie hat Hausrecht. Verboten sind Hilfsmittel wie elektronische Geräte oder Absprachen mit anderen Spielern. Und auch erfolgreiche Zähler haben lange Verlustphasen, die viele nicht durchstehen.

Was die Strategie bringt – und was nicht

Die Grundstrategie ist die optimale Blackjack-Strategie für jeden, der nicht zählt. Sie senkt den Hausvorteil an einem Tisch mit Soft-17-Regel nach unserem Rechenmodell auf etwa 0,57 %, an Tischen mit sechs Decks auf etwas weniger. Wer nach Gefühl spielt, gibt meist ein Vielfaches davon ab. Damit ist Blackjack eines der Spiele mit dem kleinsten Hausvorteil in der Spielbank. Den Vergleich mit allen anderen Spielen zeigt die Seite Hausvorteil.

Was die Strategie nicht kann: dich gewinnen lassen. Ein Hausvorteil von 0,57 % bedeutet, dass du im Schnitt von jedem eingesetzten Chip einen kleinen Teil verlierst. Kurzfristig schwankt das stark, und einzelne Abende gehen gut aus. Auf lange Sicht bleibt der Vorteil beim Haus. Daran ändert auch kein Blackjack-Strategie-Rechner und keine Blackjack-Einsatz-Strategie etwas, die Einsätze nach Gewinnen erhöht oder nach Verlusten verdoppelt. Solche Systeme verschieben nur, wann du verlierst, nicht wie viel.

Die häufigsten Fehler am Tisch

Die meisten Spieler verlieren nicht durch eine falsche Tabelle, sondern durch Abweichungen aus dem Bauch. Der häufigste Fehler ist, mit Hart 12 bis 16 gegen eine starke Karte des Dealers stehen zu bleiben, weil man Angst vor dem Überkaufen hat. Der zweite ist, zu selten zu verdoppeln, vor allem mit 11 gegen eine 10 oder mit Soft-Händen gegen eine 5 oder 6. Der dritte ist die Versicherung, weil sie sich wie Vorsicht anfühlt. Dazu kommt, nach einer Pechsträhne die Einsätze zu erhöhen. Jeder dieser Fehler kostet für sich nur wenig, zusammen aber oft mehr als der ganze Hausvorteil mit Strategie. Am Trainer auf der Seite Blackjack-Regeln zeigt dir jede Entscheidung sofort, ob sie zur Tabelle passt.

Am Tisch hilft die Tabelle nur, wenn du sie ohne Zögern anwendest. Lern zuerst die harten Hände von 12 bis 16, dann Verdoppeln mit 9, 10 und 11, dann die Paare. Die Soft Hände kommen zuletzt, weil sie seltener sind. Viele Spielbanken dulden eine kleine gedruckte Karte am Tisch, solange sie das Spiel nicht aufhält. Den Spickzettel oben kannst du dafür ausdrucken. Wenn du merkst, dass du mehr setzt als geplant oder Verluste zurückholen willst, findest du unter Spielerschutz Hilfe, etwa beim Info-Telefon des BIÖG unter 0800 1 37 27 00.

Häufige Fragen

Die Grundstrategie. Sie ist für jede Kombination aus deiner Hand und der offenen Karte des Dealers ausgerechnet und sagt dir die Entscheidung, die auf Dauer am wenigsten kostet. Bleibt der Dealer bei Soft 17 stehen, liegt der Hausvorteil damit nach unserem Rechenmodell mit unendlich vielen Karten bei etwa 0,57 %, an Tischen mit sechs Decks etwas darunter.

Die, die zu den Regeln deines Tisches passt. Wichtig sind die Zahl der Decks, ob der Dealer auf Soft 17 steht und ob du nach dem Teilen verdoppeln darfst. Die Tabelle auf dieser Seite gilt für sechs Decks, Stehen auf Soft 17 und Verdoppeln nach dem Teilen; für vier bis acht Decks ist sie praktisch gleich.

Für normale Spieler die Grundstrategie ohne Abweichungen. Kartenzählen kann den Vorteil theoretisch umdrehen, setzt aber fehlerfreies Zählen, große Einsatzsprünge und viel Zeit am Tisch voraus. Setzsysteme, die den Einsatz nach Gewinn oder Verlust ändern, verändern den Hausvorteil gar nicht.

Es gibt keine, die gewinnt. Die beste verfügbare ist die Grundstrategie, weil sie den Hausvorteil auf das kleinste Maß drückt. Wo der Dealer auf Soft 17 ziehen muss, bleiben auch mit ihr rund 0,79 %.

Spiel jede Hand nach der Tabelle, auch wenn es sich falsch anfühlt. Hart 16 gegen eine 10 heißt zum Beispiel Karte ziehen, Hart 12 gegen eine 3 ebenfalls Karte ziehen. Und nimm nie die Versicherung.

Du gibst jeder gesehenen Karte einen Wert: Beim Hi-Lo-System zählen 2 bis 6 als +1, 7 bis 9 als 0, Zehnerkarten und Asse als −1. Die laufende Summe teilst du durch die Zahl der Decks, die noch im Schlitten liegen. Ist das Ergebnis deutlich positiv, liegen überdurchschnittlich viele hohe Karten im Rest, und der Zähler setzt mehr.

Du fängst nach dem Mischen bei null an und zählst jede aufgedeckte Karte mit, deine, die der anderen Spieler und die des Dealers. Den Trainer auf der Seite Blackjack-Regeln kannst du in der Lektion Kartenzählen ausprobieren. Ohne Druck geht es leicht, am vollen Tisch mit Gesprächen und schnellem Dealer kaum.

Ist es nicht. Kartenzählen im Kopf ist in Spielbanken nicht verboten, aber die Spielbank darf dich vom Tisch bitten. Sie hat Hausrecht und kann Gäste ablehnen, die ihr zu erfolgreich erscheinen. Verboten sind Hilfsmittel wie Geräte oder Absprachen mit anderen.

Nein, mit dem eigenen Kopf zu zählen ist erlaubt. Die Spielbank darf dich aber vom Tisch bitten oder dir nur noch flache Einsätze erlauben. Viele Häuser mischen außerdem früh neu oder nutzen Mischmaschinen, die das Zählen wertlos machen.

An einem einzelnen Abend durch Glück, auf Dauer nicht. Die Grundstrategie senkt den Verlust auf ein Minimum, beseitigt ihn aber nicht. Wer Blackjack spielt, sollte vorher festlegen, wie viel er ausgeben will, und danach aufhören. Hilfe bei Problemen findest du unter Spielerschutz.

Gar nicht. Ein sicheres System gibt es nicht, und wer eines verkauft, verdient am Verkauf und nicht am Tisch. Sicher ist nur, dass der Hausvorteil bleibt, auch mit perfekter Strategie.

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