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Wissen · 99 Begriffe

Casino-Begriffe von A bis Z – das Glossar

Von Plein bis Tronc: Jeder Begriff in wenigen Sätzen, mit dem Spiel, in dem er vorkommt, und der Aussprache der französischen Wörter.

Casino-Begriffe A–Z

99 Begriffe

All-in

Du setzt alle Chips, die vor dir liegen. Danach kannst du nicht mehr aussteigen, spielst aber nur um den Teil des Pots, den du mit deinem Einsatz abdeckst; was die anderen darüber hinaus setzen, kommt in einen Nebenpot.

Ante

Ein kleiner Pflichteinsatz, den jeder Spieler vor dem Austeilen bringt, damit von Anfang an etwas im Pot liegt. Beim Casino-Poker wie Caribbean Stud heißt der Grundeinsatz gegen die Bank ebenfalls Ante.

Außenwetten

Einsätze auf den Feldern rund um das Zahlenfeld: Dutzende, Kolonnen und die einfachen Chancen. Sie decken 12 oder 18 Zahlen ab, treffen oft und zahlen wenig, 2 : 1 oder 1 : 1. Die Null gehört zu keiner dieser Gruppen.

Auszahlungsquote

Der Anteil aller Einsätze, der im Schnitt an die Spieler zurückfließt. Sie ist das Gegenstück zum Hausvorteil: 97 Prozent Auszahlungsquote heißen 3 Prozent Hausvorteil. Bei Automaten heißt sie meist RTP.

B-I-N-G-O

Die fünf Spalten eines 75-Ball-Scheins. Unter B stehen die Zahlen 1 bis 15, unter I 16 bis 30 und so weiter bis O mit 61 bis 75.

Banco

[ˈbaŋko] · ital. „Bank“

Die Bank-Seite beim Baccarat. Gewinnt sie, wird 5 % Provision auf den Gewinn fällig. Trotzdem ist sie mit 1,06 % Hausvorteil der günstigste Einsatz am Tisch.

Big Blind

Der größere der beiden Pflichteinsätze beim Texas Hold’em und Omaha. Ihn setzt der zweite Spieler links vom Dealer-Button, bevor die Karten kommen; meist ist er doppelt so hoch wie der Small Blind.

Blackjack

Ein Ass und eine Karte mit dem Wert 10 als die ersten beiden Karten. Diese Hand schlägt jede andere 21 und zahlt am klassischen Tisch 3 : 2. Hat auch der Dealer Blackjack, endet die Hand unentschieden.

Blackout

Beim 75-Ball-Bingo das Muster, bei dem alle Zahlen eines Scheins markiert sein müssen. Es dauert von allen Mustern am längsten, weil wirklich jedes Feld getroffen werden muss.

Bust

auch: „überkauft“

Wer mit seinen Karten über 21 kommt, hat sofort verloren, auch wenn der Dealer danach ebenfalls über 21 kommt. Genau dieser Vorrang ist ein Teil des Hausvorteils beim Blackjack.

Button

Eine runde Scheibe, die den nominellen Geber markiert. Sie wandert nach jeder Hand einen Platz weiter. Wer den Button hat, handelt nach dem Flop als Letzter, und links von ihm sitzen die Blinds.

Call

Du gehst mit, indem du den gleichen Betrag setzt wie der Spieler vor dir. Beim Caribbean Stud heißt der zweite Einsatz, den du nach dem Blick auf deine Karten bringst, ebenfalls Call.

Caller

Die Person, die beim Bingo die Kugeln zieht und die Zahlen laut ausruft. In Bingohallen prüft sie auch, ob ein gerufenes „Bingo“ wirklich stimmt, bevor die Runde endet.

Carré

[kaˈʁe] · franz. „Viereck“

Einsatz auf vier Zahlen, die auf dem Tableau ein Quadrat bilden, etwa 16, 17, 19 und 20. Der Jeton liegt auf dem Kreuzungspunkt der vier Felder und zahlt 8 : 1.

Casino

[kaˈziːno] · ital. „kleines Haus“

Das Wort kommt aus dem Italienischen und meinte ursprünglich ein kleines Haus oder einen Ort für gesellige Treffen. Heute steht es für einen Ort, an dem Glücksspiele angeboten werden. In Deutschland heißen die staatlich konzessionierten Häuser offiziell Spielbank.

Check

Du schiebst, ohne etwas zu setzen. Das geht nur, solange in der laufenden Setzrunde noch niemand gesetzt hat. Setzt danach ein anderer Spieler, musst du mitgehen, erhöhen oder aussteigen.

Cheval

[ʃəˈval] · franz. „Pferd“

Einsatz auf zwei benachbarte Zahlen. Der Jeton liegt auf der Linie zwischen ihnen, waagerecht oder senkrecht. Ein Cheval zahlt 17 : 1; im Englischen heißt er Split.

Colonne

[kɔˈlɔn] · franz. „Säule“

Eine der drei senkrechten Spalten auf dem Tableau mit je zwölf Zahlen. Der Einsatz liegt im Feld am Ende der Spalte und zahlt 2 : 1. Auf Deutsch sagt man Kolonne.

Come-out Roll

Der erste Wurf einer Runde beim Craps. Eine 7 oder 11 gewinnt sofort für die Pass Line, eine 2, 3 oder 12 verliert. Jede andere Summe wird zum Point.

Coup

[ku] · franz. „Schlag“

Eine einzelne Runde, beim Baccarat ein ausgeteiltes Spiel, beim Roulette eine Drehung. Die Anzeigetafeln am Tisch listen die letzten Coups; für den nächsten haben sie keine Bedeutung.

Croupier

[kʁuˈpje]

Die Angestellte oder der Angestellte der Spielbank, die das Spiel am Tisch leitet. Der Croupier nimmt Einsätze an, sagt die Runde an, räumt verlorene Jetons ab und zahlt die Treffer aus.

Dealer

Die Person, die die Karten austeilt. Beim Blackjack spielt der Dealer für die Bank nach festen Regeln. Beim Poker im Freundeskreis wechselt die Rolle reihum und wird mit dem Button markiert.

Don’t Pass

Der Gegeneinsatz zur Pass Line beim Craps: Du setzt darauf, dass der Werfer verliert. Eine 12 im ersten Wurf zählt dabei meist als Unentschieden. Der Hausvorteil liegt bei 1,36 %.

Doppelnull

Das zusätzliche grüne Fach 00 im amerikanischen Kessel. Mit ihm hat der Kessel 38 statt 37 Fächer, die Quoten bleiben aber gleich. Dadurch steigt der Hausvorteil auf 5,26 %.

Douzaine

[duˈzɛn] · franz. „Dutzend“

Einsatz auf ein Dutzend Zahlen: 1–12, 13–24 oder 25–36. Die drei Felder liegen am Rand des Tableaus. Eine Douzaine zahlt 2 : 1 und verliert, wenn die Null fällt.

Dreierpasch

Drei Würfel mit derselben Augenzahl. Beim Sic Bo kannst du auf einen bestimmten Dreierpasch setzen, etwa drei Sechsen, oder auf irgendeinen. Beide Einsätze gehören mit 16,20 % und 13,89 % Hausvorteil zu den teuersten am Tisch.

Einfache Chancen

Die sechs Einsätze auf 18 Zahlen: Rot oder Schwarz, Gerade oder Ungerade, 1–18 oder 19–36. Sie zahlen 1 : 1. Beim französischen Roulette mit La Partage sinkt ihr Hausvorteil auf 1,35 %.

En Prison

[ɑ̃ pʁiˈzɔ̃] · franz. „im Gefängnis“

Eine Regel des französischen Roulettes für einfache Chancen. Fällt die Null, bleibt dein Einsatz eine Runde liegen. Trifft er in der nächsten Drehung, bekommst du ihn zurück, sonst ist er verloren.

Erwartungswert

Das Ergebnis, das ein Einsatz im Durchschnitt über sehr viele Runden bringt. Bei allen Casinospielen gegen die Bank ist er negativ. Er sagt nichts über die nächste Runde, aber viel über einen langen Abend.

Faites vos jeux

[fɛt vo ʒø] · franz. „Machen Sie Ihr Spiel“

Mit diesem Satz eröffnet der Croupier beim Roulette die Runde. Ab jetzt darfst du Jetons auf das Tableau legen, bis „Rien ne va plus“ kommt.

Field

Ein Einsatz beim Craps, der nur für den nächsten Wurf gilt. Er gewinnt bei 2, 3, 4, 9, 10, 11 oder 12. Zahlt die 2 doppelt und die 12 dreifach, liegt der Hausvorteil bei 2,78 %.

Flop

Die ersten drei Gemeinschaftskarten beim Texas Hold’em und Omaha. Sie werden nach der ersten Setzrunde gleichzeitig offen in die Tischmitte gelegt. Danach folgen Turn und River.

Flush

Fünf Karten derselben Farbe, die nicht aufeinander folgen. Ein Flush schlägt eine Straße und verliert gegen ein Full House. Haben zwei Spieler einen, gewinnt der mit der höchsten Karte.

Fold

Du steigst aus der Hand aus und legst deine Karten verdeckt ab. Was du bis dahin gesetzt hast, bleibt im Pot. Aussteigen kostet nichts zusätzlich und ist die häufigste Entscheidung am Tisch.

Freeze-out

Ein Pokerturnier, in dem du nicht nachkaufen kannst. Wer seine Chips verloren hat, scheidet aus. Gespielt wird, bis einer alle Chips besitzt oder die Preisränge feststehen.

Freies Feld

Das Feld in der Mitte eines 75-Ball-Scheins. Es gilt von Anfang an als markiert. Deshalb trägt der Schein nur 24 Zahlen, und in der N-Spalte stehen 4 Zahlen.

Full House

Beim Poker ein Drilling plus ein Paar, etwa drei Damen und zwei Siebenen. Beim 90-Ball-Bingo heißt so der Hauptgewinn: Alle 15 Zahlen eines Scheins sind markiert.

Gewinnlinie

Eine festgelegte Linie über die Walzen eines Spielautomaten. Nur Symbole, die auf einer aktiven Linie in der richtigen Reihenfolge liegen, zahlen aus. Moderne Automaten haben Dutzende Linien oder werten jede Kombination.

Gewinnplan

Die Tabelle, die beim Keno festlegt, was jede Zahl richtiger Tipps auszahlt. Sie hängt vom gewählten Typ ab, und beim Lotto KENO legt sie der Veranstalter fest, nicht die Annahmestelle.

Grundstrategie

Die mathematisch beste Entscheidung für jede Kombination aus deiner Hand und der offenen Dealerkarte, als Tabelle. Mit ihr sinkt der Hausvorteil beim Blackjack auf 0,57 % (Rechenmodell), je nach Regeln am Tisch.

Hausvorteil

Der Anteil jedes Einsatzes, den die Bank im Schnitt behält. Er entsteht, weil die Auszahlung etwas unter dem fairen Wert liegt. Beim europäischen Roulette sind es 2,70 %, bei jedem Einsatz.

Hit

Du verlangst beim Blackjack eine weitere Karte, meist mit einem Tippen auf den Tisch. Du kannst so oft ziehen, wie du willst, bis du stehen bleibst oder über 21 kommst.

Hold

Beim Video Poker die Taste, mit der du eine Karte für das Nachziehen festhältst. Alle Karten ohne Hold werden ersetzt. Welche Karten du hältst, entscheidet über die Auszahlungsquote.

Hole Cards

Deine verdeckten Karten, die nur du siehst: zwei beim Texas Hold’em, vier beim Omaha. Zusammen mit den Gemeinschaftskarten bilden sie dein bestes Blatt aus fünf Karten.

Impair

[ɛ̃ˈpɛʁ] · franz. „ungerade“

Der Einsatz auf alle ungeraden Zahlen von 1 bis 35. Er gehört zu den einfachen Chancen und zahlt 1 : 1. Fällt die Null, verliert er.

Innenwetten

Einsätze im Zahlenfeld selbst, von einer einzelnen Zahl bis zu sechs Zahlen: Plein, Cheval, Transversale pleine, Carré und Transversale simple. Sie treffen seltener und zahlen 5 : 1 bis 35 : 1.

Jacks or Better

Die bekannteste Form von Video Poker. Ausgezahlt wird ab einem Paar Buben. Mit voller Auszahlungstabelle und optimaler Strategie liegt der Hausvorteil nach veröffentlichten Berechnungen bei 0,46 %.

Jeton

[ʒəˈtɔ̃] · franz. „Spielmarke“

Die Spielmarke, mit der in der Spielbank gesetzt wird. Du tauschst Bargeld an der Kasse oder am Tisch dagegen ein und am Ende wieder zurück. Jede Farbe oder Form steht für einen festen Wert.

Kartenzählen

Eine Methode beim Blackjack, bei der du im Kopf mitzählst, ob noch eher hohe oder eher niedrige Karten im Schlitten liegen. Bleiben viele hohe Karten übrig, steigen deine Chancen leicht. Mit vielen Decks und häufigem Mischen bringt das kaum etwas, und eine Spielbank darf Spieler vom Tisch verweisen.

KENO-Typ

Die Zahl der Zahlen, die du beim Lotto KENO ankreuzt: Typ 2 bis Typ 10. Gezogen werden 20 aus 70. Je höher der Typ, desto seltener triffst du alles und desto höher ist die Spitzenquote.

Kessel

Die drehbare Schüssel des Roulettes mit den nummerierten Fächern: 37 beim europäischen, 38 beim amerikanischen Spiel. Die Zahlen stehen darin nicht der Reihe nach, sondern gemischt.

Kicker

Die Beikarte, die bei gleichem Blatt entscheidet. Haben zwei Spieler ein Paar Asse, gewinnt der mit der höheren dritten Karte. Ist auch sie gleich, zählt die nächste.

Klein und Groß

Die beiden einfachsten Einsätze beim Sic Bo: Klein gewinnt bei einer Augensumme von 4 bis 10, Groß bei 11 bis 17, jeweils 1 : 1. Bei einem Dreierpasch verlieren beide; Hausvorteil 2,78 %.

La Partage

[la paʁˈtaʒ] · franz. „die Teilung“

Regel des französischen Roulettes: Fällt die Null, bekommst du auf einfache Chancen die Hälfte deines Einsatzes zurück. Das halbiert den Hausvorteil dort auf 1,35 %.

Manque

[mɑ̃k] · franz. „fehlen“

Der Einsatz auf die niedrigen Zahlen 1 bis 18. Er gehört zu den einfachen Chancen und zahlt 1 : 1. Das Gegenstück ist Passe.

Martingale

Ein Setzsystem, bei dem du nach jedem Verlust den Einsatz verdoppelst. Es bringt viele kleine Gewinne und selten einen sehr großen Verlust, wenn das Tischlimit greift. Den Hausvorteil ändert es nicht.

Natural

Beim Baccarat eine Hand, die mit den ersten zwei Karten 8 oder 9 Punkte hat. Dann zieht keine Seite mehr eine Karte, und der Coup ist sofort entschieden.

Noir

[nwaʁ] · franz. „schwarz“

Der Einsatz auf alle 18 schwarzen Zahlen. Er zahlt 1 : 1. Die Null ist grün und gehört weder zu Rouge noch zu Noir.

Nuts

Die bestmögliche Hand, die mit den offenen Gemeinschaftskarten gerade möglich ist. Wer die Nuts hält, kann in diesem Moment nicht geschlagen werden. Mit der nächsten Karte kann sich das ändern.

OASIS

Das bundesweite Spielersperrsystem. Wer dort eingetragen ist, darf an öffentlichem Glücksspiel nicht teilnehmen. Spielbanken, Spielhallen und Wettvermittlungsstellen prüfen die Sperre.

Odds

Ein Zusatzeinsatz beim Craps, den du hinter die Pass Line legen kannst, sobald ein Point steht. Er zahlt nach der echten Wahrscheinlichkeit aus und ist deshalb einer der wenigen Einsätze ohne eigenen Hausvorteil.

Pair

[pɛʁ] · franz. „gerade“

Der Einsatz auf alle geraden Zahlen von 2 bis 36. Er zahlt 1 : 1. Fällt die Null, verliert auch er, obwohl die Null mathematisch gerade ist.

Pair Plus

Ein Einsatz beim Three Card Poker, der nur auf deine eigenen drei Karten schaut: Ab einem Paar wird nach Tabelle ausgezahlt, egal was der Dealer hat. Mit der Tabelle 1/4/6/30/40 liegt der Hausvorteil bei 2,32 %.

Pass Line

Der Grundeinsatz beim Craps: Du setzt mit dem Werfer. Er gewinnt mit 7 oder 11 im ersten Wurf oder wenn der Point vor der 7 fällt. Hausvorteil 1,41 %.

Passe

[pas] · franz. „überschreiten“

Der Einsatz auf die hohen Zahlen 19 bis 36. Er gehört zu den einfachen Chancen und zahlt 1 : 1. Das Gegenstück ist Manque.

Plein

[plɛ̃] · franz. „voll“

Einsatz auf eine einzelne Zahl, der Jeton liegt mitten auf dem Feld. Ein Plein zahlt 35 : 1, die höchste Quote am Roulettetisch, und trifft im Schnitt einmal in 37 Runden.

Point

Die Summe 4, 5, 6, 8, 9 oder 10, wenn sie im ersten Wurf einer Runde fällt. Danach würfelt der Werfer weiter, bis der Point noch einmal kommt oder eine 7 die Runde beendet.

Pot

Alle Einsätze einer Hand in der Tischmitte. Den Pot gewinnt, wer im Showdown das beste Blatt zeigt oder als Letzter übrig bleibt, weil alle anderen ausgestiegen sind.

Punto

[ˈpunto] · ital. „Punkt“

Die Spieler-Seite beim Baccarat, im Namen Punto Banco der erste Teil. Ein Einsatz auf Punto zahlt 1 : 1 ohne Provision; der Hausvorteil liegt bei 1,24 %.

Raise

Du erhöhst den Einsatz, den ein anderer Spieler in dieser Setzrunde gebracht hat. Wer danach weiterspielen will, muss mindestens auf deinen Betrag mitgehen.

Rake

Der kleine Anteil eines Pots, den das Haus in Cash Games einbehält. Beim Poker gegen andere Spieler hat die Bank keinen Hausvorteil; sie verdient über den Rake oder eine Gebühr.

Rien ne va plus

[ʁjɛ̃ nə va ply] · franz. „Nichts geht mehr“

Die Ansage des Croupiers, kurz bevor die Kugel langsamer wird. Ab jetzt gilt kein neuer Einsatz, und liegende Jetons darf niemand mehr verschieben.

River

Die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte beim Texas Hold’em und Omaha. Nach ihr folgt die letzte Setzrunde, dann der Showdown.

RNG

Kurz für „Random Number Generator“, auf Deutsch Zufallsgenerator. Er bestimmt bei jedem Spielautomaten und jedem Video Poker das Ergebnis. Frühere Drehungen beeinflussen ihn nicht.

Rouge

[ʁuʒ] · franz. „rot“

Der Einsatz auf alle 18 roten Zahlen. Er zahlt 1 : 1 und trifft in 18 von 37 Fällen.

RTP

Kurz für „Return to Player“: die Auszahlungsquote eines Spielautomaten über sehr viele Drehungen. Ein RTP von 96 Prozent bedeutet im Schnitt 4 Prozent Hausvorteil, nicht 96 Prozent Gewinnchance.

Shoe

Der Kartenschlitten, aus dem beim Blackjack und Baccarat ausgeteilt wird. Darin stecken mehrere gemischte Kartenspiele, beim Baccarat meist acht.

Shooter

Der Werfer beim Craps. Er würfelt mit zwei Würfeln, bis er nach einem Point eine 7 wirft; dann geht das Würfeln an den nächsten Spieler am Tisch weiter.

Showdown

Das Aufdecken der Karten nach der letzten Setzrunde. Die Spieler, die noch dabei sind, zeigen ihre Hände, und das beste Blatt aus fünf Karten gewinnt den Pot.

Small Blind

Der kleinere Pflichteinsatz beim Texas Hold’em und Omaha. Ihn setzt der Spieler direkt links vom Button, bevor die Karten kommen; er ist meist halb so hoch wie der Big Blind.

Soft Hand

Eine Blackjack-Hand mit einem Ass, das als 11 zählt, ohne dass du über 21 kommst. Ass und 6 sind eine Soft 17. Mit einer weiteren Karte kannst du nicht überkaufen, weil das Ass dann als 1 zählt.

Split

Beim Blackjack teilst du ein Paar in zwei Hände und setzt auf die zweite noch einmal denselben Betrag. Beim Roulette ist Split der englische Name für den Cheval.

Stand

Du bleibst beim Blackjack stehen und ziehst keine weitere Karte. Meist zeigst du es mit einer flachen Handbewegung über deinen Karten.

Straße

Fünf Karten in lückenloser Folge, aber in gemischten Farben, etwa 10, 9, 8, 7 und 6. Das Ass kann ganz oben oder ganz unten stehen. Eine Straße schlägt einen Drilling.

Streifen

Beim 90-Ball-Bingo ein Satz aus sechs Scheinen. Zusammen tragen sie alle 90 Zahlen genau einmal, so dass jede gezogene Kugel genau einen deiner Scheine trifft.

Tableau

[taˈblo] · franz. „Tafel“

Das Spielfeld aus Filz neben dem Kessel, auf dem die Einsätze liegen. Es zeigt die Zahlen in drei Spalten zu je zwölf, dazu die Felder für Dutzende, Kolonnen und einfache Chancen.

Tie

Der Einsatz auf ein Unentschieden beim Baccarat. Er zahlt meist 8 : 1 und trifft selten. Sein Hausvorteil liegt bei 14,36 %, rund 14-mal so hoch wie auf Banco.

Top Line

Ein Einsatz nur am amerikanischen Tisch: 0, 00, 1, 2 und 3 zusammen. Er zahlt 6 : 1 und ist mit 7,89 % Hausvorteil der teuerste Einsatz beim Roulette.

Transversale pleine

[tʁɑ̃svɛʁˈsal plɛn] · franz. „volle Querreihe“

Einsatz auf eine Querreihe aus drei Zahlen, etwa 16, 17 und 18. Der Jeton liegt am äußeren Rand der Reihe und zahlt 11 : 1.

Transversale simple

[tʁɑ̃svɛʁˈsal sɛ̃pl] · franz. „einfache Querreihe“

Einsatz auf zwei benachbarte Querreihen, also sechs Zahlen. Der Jeton liegt am Rand auf der Linie zwischen den Reihen und zahlt 5 : 1.

Tronc

[tʁɔ̃] · franz. „Opferstock“

Die gemeinsame Trinkgeldkasse einer Spielbank. Trinkgeld, das du am Tisch gibst, landet in der Regel dort und wird nicht vom einzelnen Croupier behalten.

Turn

Die vierte Gemeinschaftskarte beim Texas Hold’em und Omaha. Sie kommt nach der zweiten Setzrunde allein auf den Tisch.

Verdoppeln

Englisch Double Down: Du verdoppelst deinen Einsatz nach den ersten zwei Karten und bekommst genau eine weitere Karte. Laut Grundstrategie lohnt es sich vor allem mit 10 oder 11.

Versicherung

Ein Nebeneinsatz, der dir angeboten wird, wenn der Dealer ein Ass zeigt. Er zahlt 2 : 1, falls der Dealer Blackjack hat. Die Grundstrategie lehnt ihn immer ab.

Vierling

Vier Karten desselben Rangs, englisch Four of a Kind. Ein Vierling schlägt ein Full House und verliert nur gegen Straight Flush und Royal Flush.

Volatilität

Wie stark die Ergebnisse eines Spiels schwanken. Bei hoher Volatilität kommen Gewinne selten, dafür größer. Sie sagt nichts über den Hausvorteil, nur über die Verteilung.

Walze

Eine der senkrechten Reihen eines Spielautomaten, auf der die Symbole stehen. Früher waren es echte Trommeln; heute legt der Zufallsgenerator fest, wo jede Walze stoppt.

Wild

Ein Symbol oder eine Karte, die jede andere ersetzen kann. Beim Video Poker Deuces Wild sind alle Zweien wild; am Automaten ergänzt das Wild-Symbol Gewinnlinien.

Zéro

[zeˈʁo] · franz. „Null“

Die grüne Null im Roulettekessel. Sie gehört zu keiner Farbe und keiner Gruppe. Weil die Quoten mit 36 Zahlen rechnen, der Kessel aber 37 Fächer hat, ist sie der ganze Hausvorteil von 2,70 %.

So liest du das Glossar

Jeder Eintrag erklärt einen Begriff so, dass du ihn am Tisch wiedererkennst. Die Zahlen darin, etwa Auszahlungen und Hausvorteile, stammen aus denselben Berechnungen wie auf den Spielseiten. Unter jeder Erklärung steht, zu welchem Spiel der Begriff gehört. Ein Klick darauf führt dich zur passenden Seite mit allen Regeln.

Oben kannst du nach einem Wort suchen oder die Liste auf ein Spiel eingrenzen. Die Buchstabenleiste springt direkt zu einem Anfangsbuchstaben und bleibt beim Scrollen sichtbar. Jeder Begriff hat außerdem einen eigenen Link. Die Suche der ganzen Website führt dich deshalb direkt zum richtigen Eintrag.

Casino-Requisiten im Raster auf lavendelfarbenem Grund: Würfel, Dealer-Button, Chips, Kartenschlitten, Rechen, Kugel und Kartenspiel (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild. Jedes dieser Dinge hat am Tisch einen eigenen Namen, und viele davon stehen im Glossar.

Warum am Roulettetisch Französisch gesprochen wird

Wer zum ersten Mal an einem Roulettetisch in einer deutschen Spielbank steht, hört viel Französisch. Der Croupier ruft „Faites vos jeux“, wenn gesetzt werden darf, und „Rien ne va plus“, wenn nichts mehr geht. Die Einsätze heißen Plein, Cheval oder Carré. Das hat Tradition: Das klassische Roulette stammt aus Frankreich, und viele deutsche Spielbanken spielen bis heute nach französischem Vorbild.

Für 22 französische Begriffe steht im Glossar die Aussprache in Lautschrift und die wörtliche Bedeutung. So weißt du, dass ein Cheval wörtlich ein Pferd ist und ein Carré ein Viereck. Die Bilder hinter den Namen helfen beim Merken: Das Pferd steht mit seinen Beinen auf zwei Zahlen, das Viereck umschließt vier. Am Tisch musst du die Begriffe nicht selbst benutzen. Wenn du deinen Einsatz ansagst, versteht der Croupier auch Deutsch.

Bild-Quiz: Wo liegt der Jeton?

Die Namen der Einsätze sind schnell gelesen. Schwieriger ist es, sich zu merken, wo der Jeton dafür auf dem Tableau liegt. Das Bild zeigt einen Ausschnitt mit den Zahlen 16 bis 21. Tippe für jede Aufgabe auf die richtige Stelle. Einen Punkt gibt es nur, wenn du gleich beim ersten Versuch richtig liegst.

Aufgabe 1 von 5

Wo liegt der Jeton für ein Plein auf die 17?

Tippe auf die Stelle, an der der Jeton liegt.

Punkte: 0 von 5 nur der erste Versuch zählt

161718192021

Die sechs Stellen im Bild

  1. Plein auf die 17: Zahl (Einzelzahl), Auszahlung 35 : 1
  2. Cheval auf 16 und 17: Split (zwei Zahlen), Auszahlung 17 : 1
  3. Cheval auf 17 und 20: Split (zwei Zahlen), Auszahlung 17 : 1
  4. Carré auf 16 bis 20: Eckzahl / Viererblock, Auszahlung 8 : 1
  5. Transversale pleine auf 16, 17 und 18: Querreihe (drei Zahlen), Auszahlung 11 : 1
  6. Transversale simple auf 16 bis 21: Sechserreihe (sechs Zahlen), Auszahlung 5 : 1

Spielchips ohne Wert · kein Echtgeld · Hausvorteil: 2,70 % (europäisches Roulette)

Das Muster dahinter ist immer gleich. Ein Jeton mitten auf einer Zahl ist ein Plein. Liegt er auf der Linie zwischen zwei Zahlen, deckt er beide ab. Liegt er auf dem Punkt, an dem sich vier Zahlen berühren, deckt er alle vier ab. Am äußeren Rand des Zahlenfelds gilt er für die ganze Querreihe oder für zwei Reihen zusammen. Je mehr Zahlen ein Jeton abdeckt, desto kleiner ist die Auszahlung. Den ganzen Tisch mit allen Einsätzen findest du auf der Seite zum Roulette.

Englische Begriffe am Poker- und Blackjack-Tisch

Beim Poker und beim Blackjack ist es umgekehrt. Hier kommen die meisten Begriffe aus dem Englischen, weil beide Spiele ihre heutige Form vor allem in den USA bekommen haben. Wörter wie Call, Raise, Flop oder Split hörst du deshalb auch in deutschen Spielbanken. Für einige gibt es deutsche Namen, die gleichberechtigt verwendet werden, etwa Drilling für Three of a Kind oder Verdoppeln für Double Down. Im Glossar stehen beide Varianten, damit du sie in jeder Form findest.

Beim Baccarat mischen sich die Sprachen. Banco und Punto kommen aus dem Italienischen, viele Häuser sagen dazu aber einfach Bank und Spieler. Beim Craps sind die Begriffe fast nur englisch, weil das Spiel in seiner heutigen Form aus den USA stammt.

Lupe auf einem kleinen Ständer über grünem Filz, sie vergrößert einen einzelnen Chip (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild. Ein Begriff, genau betrachtet: Das Glossar erklärt jedes Wort kurz und mit Beispiel.

Ein Begriff fehlt?

Das Glossar wächst mit den Spielseiten. Wenn dir am Tisch ein Wort begegnet, das hier noch nicht steht, schreib uns über die Seite Kontakt. Wie wir Begriffe auswählen und Zahlen prüfen, erklärt die Methodik. Und wenn du sehen willst, wie viel davon schon hängen geblieben ist, probier das Regel-Quiz aus.

Häufige Fragen

Das Wort kommt aus dem Italienischen und bedeutet ursprünglich „kleines Haus“, ein Ort für gesellige Treffen. Heute meint es einen Ort, an dem Glücksspiele angeboten werden. In Deutschland heißen die staatlich konzessionierten Häuser offiziell Spielbank.

Der Croupier ist die angestellte Person der Spielbank, die das Spiel am Tisch leitet. Er nimmt Einsätze an, sagt die Runde an, zieht verlorene Jetons ein und zahlt die Treffer aus. Beim Roulette wirft er auch die Kugel.

Die Nuts sind die bestmögliche Hand, die mit den offenen Gemeinschaftskarten gerade möglich ist. Wer sie hält, kann in diesem Moment nicht geschlagen werden. Kommt eine weitere Gemeinschaftskarte, kann eine andere Hand zu den Nuts werden.

Ein Freeze-out ist ein Pokerturnier ohne Nachkauf. Wer seine Chips verloren hat, scheidet aus. Gespielt wird, bis einer alle Chips besitzt oder die Preisränge feststehen.

Beim Blackjack zählt man im Kopf mit, ob im Schlitten noch eher hohe oder eher niedrige Karten liegen. Viele hohe Karten verbessern die Chancen des Spielers leicht. In Spielbanken mit vielen Decks und häufigem Mischen bringt das kaum etwas, und das Haus darf Zähler vom Tisch verweisen.

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