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Tischspiel · 12 Min Lesezeit · Anfänger

Roulette Regeln einfach erklärt – alle 37 Zahlen und jede Auszahlung

Roulette Regeln einfach erklärt: Setz unten einen Spielchip auf den Tisch und sieh sofort, was der Einsatz auszahlt und wie oft er trifft. Alle Regeln stehen darunter.

37Zahlen inkl. Null
35 : 1höchste Quote
2,70 %Hausvorteil
Dein Lernweg

Wie willst du Roulette lernen?

Spielchips ohne Wert · kein Echtgeld · Hausvorteil: 2,70 %

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Chip:
Dein Einsatz
  • Tippe ein Feld an, um einen Spielchip zu setzen.

Eine Zahl zahlt 35 : 1, die Chance ist 1 von 37.

In 60 Sekunden

Roulette Regeln in 60 Sekunden

ZielVorhersagen, wo die Kugel landet

Auf eine Zahl, eine Gruppe oder eine Farbe.

AblaufSetzen, drehen, auszahlen

Nach „Rien ne va plus“ gilt kein neuer Einsatz.

GewinnVon 1 : 1 bis 35 : 1

Je weniger Zahlen, desto höher die Quote.

Die NullGrün, sie gehört dem Haus

Sie ist der Grund für 2,70 % Hausvorteil.

Eine Runde, Schritt für Schritt

Was am Tisch passiert

1

Die Spieler legen ihre Jetons auf das Tableau. In der Spielbank tauschst du Bargeld vorher an der Kasse oder am Tisch gegen Jetons; der Mindesteinsatz steht auf einem Schild am Tisch.

Der Croupier dreht den Kessel in die eine Richtung und wirft die Kugel in die andere. Solange die Kugel schnell läuft, darfst du weiter setzen.

Wird die Kugel langsamer, sagt der Croupier „Rien ne va plus“. Ab jetzt gilt kein neuer Einsatz, und liegende Jetons darf niemand mehr verschieben.

Die Kugel springt noch ein paar Mal und bleibt dann in einem Fach liegen. Der Croupier sagt die Zahl an und stellt eine Markierung auf das Feld der Gewinnzahl.

Zuerst räumt der Croupier alle verlorenen Einsätze ab, dann zahlt er die Treffer nach ihrer Quote aus. Erst wenn die Markierung vom Tableau verschwindet, wird wieder gesetzt.

Auszahlungen

Auszahlung: was jeder Einsatz bringt

Tippe auf eine Zeile, und der Tisch oben zeigt dir, welche Felder der Einsatz abdeckt; bei den einfachen Chancen jeweils die erste der beiden. Die Auszahlung gilt beim europäischen und französischen Roulette gleich, nur die Trefferchance hängt an der Zahl der Fächer.

EinsatzZahlenTrefferchanceAuszahlung
PleinZahl (Einzelzahl) 1 1 von 37 35 : 1
ChevalSplit (zwei Zahlen) 2 2 von 37 17 : 1
Transversale pleineQuerreihe (drei Zahlen) 3 3 von 37 11 : 1
CarréEckzahl / Viererblock 4 4 von 37 8 : 1
Transversale simpleSechserreihe (sechs Zahlen) 6 6 von 37 5 : 1
DouzaineDutzend 12 12 von 37 2 : 1
ColonneKolonne 12 12 von 37 2 : 1
Rouge / NoirRot / Schwarz 18 18 von 37 1 : 1
Pair / ImpairGerade / Ungerade 18 18 von 37 1 : 1
Manque / PasseNiedrig (1–18) / Hoch (19–36) 18 18 von 37 1 : 1
Stimmt das?

Roulette-Mythen im Faktencheck

Mini-Quiz · 1 von 3

Was zahlt ein Cheval (zwei Zahlen) aus?

Zum großen Regel-Quiz →

Roulette-Regeln einfach erklärt: wie du setzt

Die Roulette-Regeln passen auf einen Bierdeckel. Du legst Jetons auf eine oder mehrere Zahlen, der Croupier dreht den Kessel, und das Fach, in dem die Kugel liegen bleibt, entscheidet über jeden Einsatz auf dem Tisch. Schwierig wird es erst bei der Frage, welcher Einsatz was bringt. Darum findest du hier die Roulette Regeln einfach erklärt, Feld für Feld, mit allen Zahlen und der Auszahlung für jeden Einsatz.

Jeder Einsatz folgt derselben Logik: Du wählst eine Gruppe von Zahlen. Je kleiner die Gruppe, desto seltener trifft sie und desto höher ist die Quote. Eine einzelne Zahl zahlt 35 : 1, eine Farbe mit 18 Zahlen nur 1 : 1. Dazwischen liegen Einsätze auf zwei, drei, vier, sechs und zwölf Zahlen. Welche Zahlen dein Einsatz abdeckt, legt allein die Stelle fest, an der dein Jeton liegt: mitten auf einer Zahl, auf der Linie zwischen zwei Zahlen oder auf dem Kreuzungspunkt von vier.

Am Tisch oben kannst du das gleich ausprobieren. Er kennt alle einzelnen Zahlen und alle Außenwetten, also Dutzende, Kolonnen und die einfachen Chancen. Die Einsätze auf den Linien stehen in der Tabelle; wenn du eine Zeile antippst, leuchten die Zahlen auf, die der Einsatz abdeckt.

Einige Chipstapel auf einem grünen Roulette-Tableau, das Tableau unscharf im Hintergrund (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild. Wo dein Chip liegt, legt fest, auf welche Zahlen du setzt und was der Einsatz auszahlt.

Innenwetten

Innenwetten liegen im Zahlenfeld selbst. Die bekannteste ist das Plein: ein Jeton mitten auf einer Zahl, Quote 35 : 1. Legst du ihn auf die Linie zwischen zwei benachbarten Zahlen, ist es ein Cheval, das 17 : 1 zahlt. Am äußeren Rand einer Querreihe aus drei Zahlen, etwa 16, 17 und 18, liegt die Transversale pleine mit 11 : 1. Auf dem Kreuzungspunkt von vier Zahlen steht das Carré mit 8 : 1, und zwischen zwei Querreihen, also auf sechs Zahlen, die Transversale simple mit 5 : 1.

Auch die Null lässt sich verbinden: Ein Cheval 0/2 oder eine Transversale 0, 1, 2 ist am europäischen Tisch erlaubt. Die französischen Namen hörst du in deutschen Spielbanken fast überall, weil dort meist nach französischer Tradition gespielt wird. Im Glossar steht, wie man sie ausspricht.

Außenwetten

Außenwetten liegen auf den Feldern rund um das Zahlenfeld und decken große Gruppen ab. Ein Dutzend (Douzaine) umfasst 1–12, 13–24 oder 25–36 und zahlt 2 : 1, ebenso eine Kolonne (Colonne), also eine der drei senkrechten Spalten mit je zwölf Zahlen. Die sechs einfachen Chancen zahlen 1 : 1: Rot oder Schwarz (Rouge, Noir), Gerade oder Ungerade (Pair, Impair) und Niedrig oder Hoch (Manque für 1–18, Passe für 19–36).

Für alle Außenwetten gilt: Die Null gehört zu keiner Gruppe. Fällt sie, verlieren Dutzende, Kolonnen und einfache Chancen. Du kannst so viele Einsätze gleichzeitig legen, wie du willst, solange jeder zwischen dem Mindest- und dem Höchsteinsatz des Tisches liegt. Die Grenzen stehen auf einem Schild am Tisch und unterscheiden sich von Haus zu Haus.

Wie viele Zahlen hat Roulette? Felder, Farben und die Null

Wie viele Zahlen beim Roulette im Spiel sind, hängt von der Variante ab. Der europäische und der französische Kessel haben 37 Fächer: die Zahlen 1 bis 36 und die Null. Der amerikanische Kessel hat 38, weil dort noch die Doppelnull 00 dazukommt. Von den Zahlen 1 bis 36 sind 18 rot und 18 schwarz. Die Null ist grün, beim amerikanischen Roulette auch die Doppelnull.

Die Farben folgen einem Muster, das kaum jemand kennt. Von 1 bis 10 sind die ungeraden Zahlen rot, von 11 bis 18 die geraden. Von 19 bis 28 sind wieder die ungeraden rot und von 29 bis 36 die geraden. Wer das weiß, findet am Tableau jede Farbe in Sekunden. Auf dem Tableau selbst stehen die Zahlen in drei Spalten zu je zwölf, aufsteigend in Querreihen zu drei: 1, 2, 3 in der ersten Reihe, 4, 5, 6 in der zweiten und so weiter bis 34, 35, 36. Die Null liegt am Kopfende über allen drei Spalten.

Kessel, Kugel, Tableau

Im Kessel stehen die Zahlen nicht der Reihe nach. Beim europäischen Kessel folgen auf die Null im Uhrzeigersinn 32, 15, 19, 4, 21 und so weiter. Rot und Schwarz wechseln sich ab, und hohe und niedrige, gerade und ungerade Zahlen sind so gemischt, dass keine Gruppe an einer Stelle gehäuft liegt. Der Kessel selbst ist eine schwere, sorgfältig ausgewuchtete Scheibe; die Kugel ist klein und glatt, früher aus Elfenbein, heute meist aus Kunststoff.

Hölzerner Roulettekessel von oben, die Fächer in Bewegungsunschärfe, das Messingkreuz in der Mitte scharf (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild. Der Kessel dreht sich in die eine Richtung, die Kugel läuft in die andere.

Das Tableau ist das Spielfeld aus Filz, auf dem die Einsätze liegen. Beim französischen Tisch ist es oft doppelt, mit einem Zahlenfeld auf jeder Seite des Kessels, damit mehr Gäste Platz haben. Der amerikanische Tisch hat ein einzelnes Tableau neben dem Kessel. Wer fragt, wie viele Zahlen beim Roulette auf dem Tableau stehen, zählt oft nur bis 36 und vergisst die Null. Genau diese eine Zahl macht aber den Unterschied zwischen einem fairen Spiel und einem Spiel, an dem die Bank verdient.

Die Null

Ohne Null wäre Roulette ein faires Spiel. Bei 36 Zahlen würde eine einzelne Zahl im Schnitt einmal in 36 Runden fallen, und die Quote 35 : 1 plus der zurückgegebene Einsatz würden genau ausgleichen. Mit der Null gibt es 37 Fächer, die Quote bleibt aber gleich. Dieses eine zusätzliche Fach ist der ganze Hausvorteil.

Hausvorteil beim Roulette: was die Null kostet

Jede Quote am Roulettetisch lässt sich mit einer einzigen Formel ausrechnen: 36 geteilt durch die Zahl der abgedeckten Zahlen, minus 1. Eine Zahl ergibt 36 − 1 = 35, also 35 : 1. Zwei Zahlen ergeben 18 − 1 = 17, drei Zahlen 12 − 1 = 11, vier Zahlen 9 − 1 = 8, sechs Zahlen 6 − 1 = 5, zwölf Zahlen 3 − 1 = 2 und achtzehn Zahlen 2 − 1 = 1. Mit dieser Formel hast du die Roulette Regeln Auszahlung für Auszahlung im Kopf, ohne eine Tabelle zu lernen.

Die Formel rechnet mit 36 Zahlen, der Kessel hat aber 37. Spiel einmal 37 Runden mit je einem Spielchip auf deiner Lieblingszahl durch. Im Schnitt trifft sie einmal: Du bekommst 35 Chips Gewinn, verlierst in den anderen 36 Runden aber je einen Chip. Unterm Strich fehlt dir ein Chip von 37 gesetzten, und das sind 2,70 %. Genau dasselbe Ergebnis kommt bei jedem anderen Einsatz heraus, ob Carré, Dutzend oder Rot. Beim europäischen Roulette ist es also egal, worauf du setzt: Der Hausvorteil beträgt immer 2,70 %.

Beim amerikanischen Roulette fehlen in 38 Runden zwei Chips, weil zwei Fächer nicht mitgerechnet werden. Das ergibt 5,26 %, fast doppelt so viel. Am ungünstigsten ist dort die Top Line auf 0, 00, 1, 2 und 3: Sie deckt fünf Zahlen ab und zahlt 6 : 1, nach der Formel müssten es 6,2 sein. Ihr Hausvorteil liegt bei 7,89 %. Beim französischen Roulette ist es umgekehrt: Auf einfache Chancen bekommst du die Hälfte zurück, wenn die Null fällt, und der Hausvorteil halbiert sich auf 1,35 %.

Nahaufnahme einer elfenbeinfarbenen Roulettekugel in einem Fach des Kessels (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild. Die Kugel bleibt in einem von 37 Fächern liegen, beim amerikanischen Roulette in einem von 38.

Was bedeuten 2,70 % am Tisch? Setzt du über einen Abend 1.000 Spielchips um, also nicht 1.000 auf einmal, sondern immer wieder kleine Einsätze, behält die Bank im Schnitt etwa 27 davon. Das klingt wenig, aber es gilt für jeden Einsatz und summiert sich mit jeder Runde. Kurzfristig schwankt das Ergebnis stark, mal deutlich nach oben, mal nach unten. Auf lange Sicht nähert es sich verlässlich diesem Wert. Wer die Roulette Regeln Auszahlung für Auszahlung durchrechnet, sieht immer dasselbe Bild: Die Bank muss nie raten, sie verdient an der Lücke zwischen Quote und Chance, nicht am Glück einzelner Gäste.

Europäisch, französisch, amerikanisch: die Unterschiede

Am europäischen Roulette lernst du die Grundregeln. Ein Kessel mit einer Null, 37 Fächer, ein Tableau, Einsätze auf Zahlen und Gruppen, Hausvorteil 2,70 %. Fast alle Erklärungen, auch die auf dieser Seite, gehen von dieser Form aus. Auch die meisten Lernspiele und Simulationen nutzen sie, so wie der Tisch oben.

Das französische Roulette nutzt denselben Kessel, aber ein anderes Tableau mit französischen Beschriftungen und meist zwei Zahlenfeldern. Am Tisch arbeiten mehrere Croupiers, und du kannst Einsätze ansagen, statt sie selbst zu legen. Der wichtigste Unterschied steckt in einer Regel für die einfachen Chancen. Bei La Partage bekommst du die Hälfte des Einsatzes zurück, wenn die Null fällt. Bei En Prison bleibt der Einsatz eine Runde liegen und wird freigegeben, wenn die nächste Drehung für ihn ausgeht. Welche der beiden Regeln gilt, steht in der Spielordnung des Hauses.

Das amerikanische Roulette hat zusätzlich die Doppelnull und damit 38 Fächer. Die Quoten sind dieselben, die Chance auf einen Treffer sinkt aber, und der Hausvorteil steigt auf 5,26 %. Dazu kommt die Top Line als eigener Einsatz. In vielen deutschen Spielbanken stehen beide Formen nebeneinander, das französische Roulette meist im klassischen Saal. Die amerikanischen Roulette-Regeln unterscheiden sich vor allem in der Doppelnull; alles andere kennst du schon. Den direkten Vergleich mit Kessel-Umschalter findest du unter Roulette-Varianten.

Kann man beim Roulette gewinnen?

In einer einzelnen Runde: ja, und das ist der Reiz des Spiels. Eine Zahl bringt das 36-Fache des Einsatzes, eine Farbe verdoppelt ihn. Auf Dauer gewinnt aber die Bank, weil jede Auszahlung ein wenig unter dem fairen Wert liegt. Daran ändert keine Reihenfolge der Einsätze etwas. Systeme wie Martingale, bei dem du nach jedem Verlust verdoppelst, verschieben nur, wie Gewinne und Verluste verteilt sind: viele kleine Gewinne, dann ein seltener, sehr großer Verlust, wenn eine lange Serie das Tischlimit oder das eigene Budget sprengt. Wie das im Schnitt über viele Abende aussieht, zeigt der Simulator auf der Seite Roulette-Strategie.

Hartnäckig hält sich auch der Glaube an „fällige“ Zahlen. Die Anzeigetafel am Tisch listet die letzten Ergebnisse, und nach siebenmal Rot fühlt sich Schwarz einfach überfällig an. Der Kessel hat aber kein Gedächtnis. Jede Drehung beginnt neu, und die Chance auf Schwarz bleibt 18 von 37. Deshalb gibt es auch keine Zahl, die beim Roulette am häufigsten kommt: Bei einem einwandfreien Kessel hat jede Zahl in jeder Runde dieselbe Chance.

Wer Roulette als Unterhaltung mit festem Budget spielt, versteht die Regeln richtig. Wer Verluste zurückholen will oder mehr setzt als geplant, findet auf der Seite Spielerschutz Hinweise und Beratungsstellen. Die Spielchips auf dieser Seite haben keinen Wert; hier wird nur gelernt.

Roulette im Casino: Ablauf, Ansagen und Etikette

Die Casino-Roulette-Regeln sind dieselben wie hier, nur kommt am echten Tisch der Ablauf dazu. Am Eingang einer deutschen Spielbank zeigst du einen Ausweis vor. Das Mindestalter liegt je nach Bundesland bei 18 oder 21 Jahren, in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen bei 21; maßgeblich ist die Hausordnung der jeweiligen Spielbank. Gesperrte Spieler, etwa über das Sperrsystem OASIS, kommen nicht hinein. Geld tauschst du an der Kasse oder direkt am Tisch gegen Jetons. Am amerikanischen Tisch bekommst du oft eigene Farbchips, damit deine Einsätze nicht mit denen anderer Gäste verwechselt werden.

Die Ansagen kommen auf Französisch. „Faites vos jeux“ eröffnet die Runde, „Rien ne va plus“ beendet das Setzen, danach nennt der Croupier die Zahl mit Farbe und den einfachen Chancen, etwa „Dix-sept, noir, impair et manque“. Am französischen Tisch kannst du Einsätze, die du nicht erreichst, laut ansagen, und der Croupier legt sie für dich. Nach „Rien ne va plus“ fasst du keine Jetons mehr an, auch nicht deine eigenen, bis die Auszahlung vorbei ist.

Hölzerner Croupier-Rechen am Rand eines grünen Filztischs neben einem kleinen Chipstapel (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild. Mit dem Rechen räumt der Croupier die verlorenen Einsätze ab, bevor er auszahlt.

Ein Trinkgeld für das Personal ist üblich, aber freiwillig. Viele Gäste geben nach einem Treffer einen kleinen Jeton „für die Angestellten“. Fotos am Tisch sind in den meisten Häusern nicht erlaubt, und Kleidungsregeln reichen von gepflegt bis Sakko, je nach Haus und Abend. Mehr dazu, vom Eingang bis zum Auszahlen an der Kasse, steht im Spielbank-Knigge.

Woher das Spiel kommt, ist nur teilweise belegt. Oft wird der französische Mathematiker Blaise Pascal als Erfinder genannt, das gilt aber als Legende. Wahrscheinlicher ist, dass Roulette im Frankreich des 18. Jahrhunderts aus älteren Rad- und Kugelspielen entstanden ist. Die Variante mit nur einer Null wird mit den Brüdern François und Louis Blanc verbunden, die Mitte des 19. Jahrhunderts die Spielbank in Bad Homburg führten. Von dort aus setzte sie sich in Europa durch, während in Amerika die Doppelnull blieb. Deshalb unterscheiden sich die Roulette-Regeln diesseits und jenseits des Atlantiks bis heute in genau diesem einen Fach.

Häufige Fragen

Der Croupier dreht den Kessel und wirft die Kugel gegen die Drehrichtung. Vorher legst du Jetons auf das Tableau: auf eine Zahl, eine Gruppe von Zahlen oder eine Farbe. Bleibt die Kugel in einem Fach liegen, das dein Einsatz abdeckt, zahlt die Bank nach einer festen Quote aus. Alle anderen Einsätze zieht der Croupier mit dem Rechen ein.

In einer einzelnen Runde gewinnst du, wenn die Kugel in einem Fach landet, das dein Einsatz abdeckt. Auf Dauer gewinnt niemand verlässlich: Jede Auszahlung liegt etwas unter dem fairen Wert, beim europäischen Roulette fehlen im Schnitt 2,70 % von jedem Einsatz. Kein Setzsystem ändert daran etwas, das zeigt der Strategie-Test.

Du tauschst Geld gegen Jetons, legst sie vor dem Wurf auf das Tableau und kannst setzen, bis der Croupier „Rien ne va plus“ sagt. Dann fällt die Kugel, der Croupier markiert die Gewinnzahl, räumt die verlorenen Einsätze ab und zahlt die Treffer aus. Mit „Faites vos jeux“ beginnt die nächste Runde.

Beim europäischen und französischen Roulette sind es 37: die Zahlen 1 bis 36 und die Null. Das amerikanische Roulette hat 38, weil zur Null noch die Doppelnull 00 kommt. Wie viele Zahlen beim Roulette im Spiel sind, siehst du am schnellsten am Kessel: Jede Zahl hat dort genau ein Fach.

Der Kessel hat so viele Fächer wie das Spiel Zahlen: 37 beim europäischen, 38 beim amerikanischen Roulette. Auf dem Tableau kommen zu den Zahlenfeldern drei Dutzend-Felder, drei Kolonnen-Felder und sechs Felder für die einfachen Chancen. Beim europäischen Tisch sind das zusammen 49 beschriftete Felder.

Beschriftet sind 49 Felder am europäischen und 50 am amerikanischen Tisch. Gesetzt wird aber nicht nur auf die Felder selbst: Auf den Linien zwischen zwei Zahlen liegt ein Cheval, auf dem Kreuzungspunkt von vier Zahlen ein Carré, am Rand einer Querreihe eine Transversale. Dadurch gibt es deutlich mehr Stellen für einen Einsatz als Felder.

Beim europäischen Roulette 2,70 % auf jeden Einsatz. Beim französischen Roulette sind es ebenfalls 2,70 %, auf einfache Chancen dank La Partage nur 1,35 %. Am höchsten ist er beim amerikanischen Roulette mit 5,26 %, auf die Top Line (0, 00, 1, 2, 3) sogar 7,89 %. Wie diese Zahlen entstehen, steht unter Hausvorteil.

Grün. Die Null ist weder rot noch schwarz, weder gerade noch ungerade und gehört weder zu 1–18 noch zu 19–36. Darum verlieren alle Einsätze auf einfache Chancen, wenn sie fällt. Beim französischen Roulette mit La Partage bekommst du in diesem Fall die Hälfte des Einsatzes zurück.

Ein Glücksspiel mit einem drehenden Kessel, in dem eine Kugel in eines von 37 oder 38 nummerierten Fächern fällt. Der Name ist französisch und bedeutet „kleines Rad“. In deutschen Spielbanken ist Roulette das klassische Spiel am Tisch, meist in der französischen oder amerikanischen Form.

Nicht planbar. Jeder Einsatz hat einen negativen Erwartungswert: Beim europäischen Roulette gehen von 100 gesetzten Spielchips im Schnitt 2,70 an die Bank. Einzelne Abende können gut ausgehen, eine verlässliche Einnahme ist Roulette nie. Wenn du merkst, dass du Verluste zurückholen willst, findest du unter Spielerschutz Hilfe.

Einsätze auf die Null gewinnen 35 : 1, ebenso ein Cheval oder eine Transversale, die die Null einschließt, nach ihrer Quote. Alle Einsätze auf Dutzende, Kolonnen und einfache Chancen verlieren. Beim französischen Roulette verlierst du auf einfachen Chancen nur die Hälfte (La Partage), oder der Einsatz bleibt für eine Runde „gefangen“ (En Prison).

„Rien ne va plus“ – französisch für „Nichts geht mehr“. Der Croupier sagt es, kurz bevor die Kugel langsamer wird. Ab diesem Moment nimmt er keinen Einsatz mehr an, und auch bereits liegende Jetons darf niemand mehr verschieben oder zurücknehmen.

Keine. Bei einem einwandfreien Kessel hat jede Zahl in jeder Runde dieselbe Chance von 1 zu 37, beim amerikanischen Roulette 1 zu 38. Die Anzeigetafel am Tisch zeigt zwar die letzten Ergebnisse, aber der Kessel hat kein Gedächtnis: Was eben gefallen ist, ändert nichts an der nächsten Drehung.

Einen belegten Erfinder gibt es nicht. Oft wird der französische Mathematiker Blaise Pascal genannt, das gilt aber als Legende. Wahrscheinlicher ist, dass Roulette im Frankreich des 18. Jahrhunderts aus älteren Rad- und Kugelspielen entstanden ist.

In der heute bekannten Form wird Roulette seit dem 18. Jahrhundert in Frankreich gespielt. Die Variante mit nur einer Null wird mit den Brüdern François und Louis Blanc verbunden, die Mitte des 19. Jahrhunderts die Spielbank in Bad Homburg führten. Von dort aus hat sie sich in Europa durchgesetzt.

Auf Französisch heißt sie Zéro, und so sagt sie der Croupier am französischen Tisch auch an. Im Deutschen sagt man einfach Null. Am amerikanischen Tisch gibt es zusätzlich die Doppelnull, geschrieben 00 und auf Englisch „Double Zero“ genannt.

Die höchste Quote ist 35 : 1 auf eine einzelne Zahl. Du bekommst 35 Chips Gewinn und deinen Einsatz zurück, also das 36-Fache dessen, was auf dem Feld lag. Ein Cheval bringt das 18-Fache, ein Dutzend das Dreifache und eine Farbe das Doppelte, jeweils inklusive Einsatz.

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