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Kartenspiel · 10 Min Lesezeit · Anfänger

Texas Holdem Regeln – Blinds, Flop, Turn und River einfach erklärt

Texas-Hold'em-Regeln einfach erklärt: Spiel unten eine Hand in acht Schritten durch, von den Blinds bis zum Showdown. Danach weißt du, wann gesetzt wird, wann welche Karte kommt und wer den Pot bekommt.

Fazit in einem SatzZwei eigene Karten, fünf für alle: Die beste Hand aus fünf davon gewinnt den Pot.
NachgerechnetRedaktion casinospielregeln.de
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Eine Hand in acht Schritten

Schritt 7 von 8: Showdown

DuSmall Blind7♣K♥Straße
Spieler 2Big Blind4♥4♠Straße
Spieler 3A♦8♦Straße
Spieler 4Dealer-Button6♥6♠Straße
D♠10♥K♣9♥B♣

Deine beste Hand gerade: Straße

Spielchips ohne Wert · kein Echtgeld · Hausvorteil: keiner, beim Poker spielst du gegen die anderen am Tisch

  1. Bevor eine Karte fällt, setzen die beiden Plätze links vom Dealer-Button Pflichteinsätze: der Small Blind 1 Spielchip, der Big Blind 2. So liegt in jeder Hand schon etwas im Pot.

  2. Jeder bekommt zwei verdeckte Karten, die Hole Cards. Nur du siehst deine eigenen. Sie bleiben bis zum Schluss bei dir.

  3. Die erste Setzrunde. Es beginnt der Platz links vom Big Blind. Jeder kann mitgehen (Call), erhöhen (Raise) oder aussteigen (Fold). In dieser Beispielhand gehen alle mit.

  4. Der Dealer legt drei Gemeinschaftskarten offen in die Mitte. Sie gehören allen. Danach folgt die zweite Setzrunde, jetzt beginnt der erste aktive Platz links vom Button.

  5. Die vierte Gemeinschaftskarte kommt dazu, dann die dritte Setzrunde. Aus deinen zwei und den vier offenen Karten zählt schon jetzt die beste Fünferkombination.

  6. Die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte. Es folgt die vierte und letzte Setzrunde. Mehr Karten gibt es nicht.

  7. Wer noch dabei ist, deckt auf. Jeder bildet aus seinen zwei Karten und den fünf in der Mitte die beste Hand aus genau fünf Karten.

  8. Die beste Fünf-Karten-Hand gewinnt den Pot. Sind zwei Hände gleich stark, wird geteilt (Split Pot). Tippe auf den Platz, der deiner Meinung nach vorne liegt.

Am Zug

Was du tun kannst, wenn du dran bist

Schieben, ohne zu setzen

Check

Du gibst das Wort weiter, ohne Chips in den Pot zu legen. Das geht nur, solange in dieser Runde noch niemand gesetzt hat. Der Big Blind darf preflop checken, wenn alle anderen nur mitgegangen sind.

Was dafür sprichtKostet nichts und hält dich in der Hand.
Was dagegen sprichtSobald jemand gesetzt hat, ist Check nicht mehr möglich.
Als Erster setzen

Bet

Du eröffnest die Setzrunde mit einem Einsatz. Beim No Limit muss er mindestens so groß sein wie der Big Blind, nach oben gibt es keine Grenze außer deinen Chips.

Was dafür sprichtDu bestimmst den Preis für alle anderen.
Was dagegen sprichtWer nur blufft, verliert den Einsatz, wenn jemand mitgeht und besser ist.
Mitgehen

Call

Du zahlst genau so viel, wie der letzte Spieler gesetzt hat, und bleibst in der Hand. Mehr nicht.

Was dafür sprichtDu siehst die nächste Karte, ohne den Einsatz zu erhöhen.
Was dagegen sprichtWer zu oft nur mitgeht, zahlt viel für schwache Hände.
Erhöhen

Raise

Du gehst mit und legst noch etwas drauf. Beim No Limit muss eine Erhöhung mindestens so groß sein wie der letzte Einsatz oder die letzte Erhöhung in dieser Runde.

Was dafür sprichtSchwache Hände steigen aus, der Pot wächst mit starken.
Was dagegen sprichtKostet mehr, und ein Gegner kann noch einmal erhöhen.
Aussteigen

Fold

Du legst deine Karten verdeckt weg und spielst diese Hand nicht weiter. Was du schon gesetzt hast, bleibt im Pot.

Was dafür sprichtKostet ab jetzt nichts mehr.
Was dagegen sprichtDer Pot ist für dich verloren, egal welche Karten noch kommen.
Alles setzen

All-in

Du setzt alle Chips, die vor dir liegen. Ab dann musst du nichts mehr zahlen und bleibst bis zum Showdown dabei.

Was dafür sprichtNiemand kann dich mehr aus der Hand drängen.
Was dagegen sprichtVerlierst du, ist dein ganzer Stapel weg.

Texas-Hold'em-Regeln in 60 Sekunden

Die Texas-Hold'em-Regeln einfach zusammengefasst: Jeder Spieler bekommt zwei verdeckte Karten. In der Tischmitte liegen am Ende fünf offene Karten, die allen gehören. Aus seinen zwei und den fünf gemeinsamen Karten bildet jeder die beste Hand aus genau fünf Karten. Wer am Schluss die beste Hand hat oder als Letzter übrig bleibt, gewinnt alle Chips im Pot.

Dazwischen liegen vier Setzrunden. Vor der ersten Karte setzen zwei Spieler Pflichteinsätze, die Blinds. Dann folgen Preflop, Flop mit drei Karten, Turn mit der vierten und River mit der fünften Karte. In jeder Runde entscheidet jeder Spieler reihum, ob er mitgeht, erhöht oder aussteigt. Das ist schon alles, was du an Texas-Hold'em-Regeln für Anfänger brauchst. Die Poker-Hold'em-Regeln für Profis sind dieselben; sie kennen nur die Wahrscheinlichkeiten besser. Der Rest ist Übung und ein bisschen Rechnen.

Gespielt wird mit einem normalen Blatt aus 52 Karten ohne Joker, zu zweit bis zu zehnt an einem Tisch. Die Reihenfolge der Hände ist dieselbe wie bei jedem anderen Poker: vom Royal Flush bis zur höchsten Karte. Die Farben haben keinen Rang, Pik ist also nicht mehr wert als Herz. Wer die Poker-Regeln für Texas Hold'em auf Deutsch nachlesen will, findet sie auf dieser Seite mit den deutschen Kartennamen: B für Bube, D für Dame, K für König, A für Ass.

Eine Besonderheit unterscheidet Hold'em von den alten Pokerformen am Küchentisch: Du tauschst keine Karten. Deine zwei Karten bleiben die ganze Hand über dieselben, und alles Weitere kommt offen in die Mitte. Darum siehst du bei jeder Setzrunde ein bisschen mehr, und genau das macht das Spiel so gut lesbar. Zwei Spieler mit völlig verschiedenen Karten können am Ende dieselbe Straße aus der Mitte haben.

Blinds und Dealer-Button

Am Tisch liegt eine runde Scheibe, der Dealer-Button. Er markiert, wer in dieser Hand nominell gibt, und wandert nach jeder Hand einen Platz im Uhrzeigersinn weiter. In einer Spielbank teilt ein Croupier aus, der Button zeigt dann nur die Position an. Nach ihm richtet sich die ganze Reihenfolge: wer die Blinds zahlt, wer zuerst spricht und wer zuletzt.

Für die Big-Blind- und Small-Blind-Regeln beim Poker gilt: Der Platz direkt links vom Button setzt den Small Blind, der nächste den Big Blind. Der Big Blind ist meist doppelt so hoch wie der Small Blind, etwa 1 und 2 Spielchips. Beide Einsätze liegen schon im Pot, bevor eine Karte verteilt ist. Ohne sie könnte jeder warten, bis er zwei Asse hat, und nie etwas riskieren.

Zwei Chipstapel vor benachbarten Plätzen auf grünem Filz, der zweite doppelt so hoch wie der erste, daneben ein weißer Button (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild. Small Blind und Big Blind: Der zweite Pflichteinsatz ist doppelt so hoch wie der erste.

Die Blinds zählen als Einsatz. Wenn die Reihe in der ersten Setzrunde wieder beim Big Blind ankommt und niemand erhöht hat, muss er nichts nachlegen; er darf checken oder selbst erhöhen. Der Small Blind dagegen muss die Differenz zum Big Blind zahlen, wenn er mitgehen will. Bei Turnieren steigen die Blinds in festen Abständen, damit das Spiel irgendwann endet. Im Cash Game bleiben sie den ganzen Abend gleich.

Dazu kommt bei vielen Turnieren ab einer bestimmten Stufe ein Ante: ein kleiner Pflichteinsatz, den jeder Spieler oder nur der Big Blind für den ganzen Tisch zahlt. Die Poker-Regeln für Blinds stehen bei jedem Turnier in der Blindstruktur, einer Tabelle mit Stufen und Dauer.

Die vier Setzrunden

In jeder Setzrunde gilt dieselbe Grundregel. Es wird im Uhrzeigersinn gesprochen, jeder hat einmal das Wort, und die Runde endet erst, wenn alle Spieler, die noch dabei sind, gleich viel gesetzt haben. Erhöht jemand, bekommen alle anderen noch einmal die Chance zu antworten. Wer nicht mitgehen will, steigt aus und verliert, was er schon gesetzt hat.

Preflop

Nach den Blinds bekommt jeder zwei verdeckte Karten, die Hole Cards. Die erste Setzrunde beginnt beim Platz links vom Big Blind, diesen Platz nennt man „Under the Gun“. Hier sind die Blinds der Einsatz, den es mindestens zu bezahlen gilt. Es gibt 1.326 mögliche Starthände, und nur 78 davon sind ein Paar, also 5,88 %. Zwei Asse bekommst du im Schnitt einmal in 221 Händen.

Flop

Ist die erste Runde abgeschlossen, legt der Dealer eine Karte verdeckt zur Seite, das „Burn“, und dann drei Karten offen in die Mitte. Ab jetzt beginnt jede Setzrunde beim ersten Spieler links vom Button, der noch in der Hand ist. Mit dem Flop siehst du zum ersten Mal fünf Karten. Hast du ein Paar auf der Hand, trifft der Flop im Schnitt in 11,8 % der Fälle eine dritte Karte dieses Rangs, das ist ein Drilling.

Fünf verdeckte Spielkarten in einer Reihe in der Mitte eines grünen Tischs, eine Karte liegt abseits (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild. Die fünf Gemeinschaftskarten in der Tischmitte: Flop, Turn und River gehören allen Spielern.

Turn

Nach einer weiteren verbrannten Karte kommt die vierte Gemeinschaftskarte. Jetzt hat jeder sechs Karten, aus denen er fünf auswählt. Am Turn rechnen viele zum ersten Mal genauer: Fehlt dir nur noch eine Karte zum Flush, gibt es neun passende Karten unter den 46, die du noch nicht siehst. Die Chance, dass der River eine davon bringt, liegt bei 19,6 %.

River

Die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte ist der River. Danach folgt die letzte Setzrunde, und es kommt keine Karte mehr. Wer nach dem Flop auf vier Karten einer Farbe sitzt, bekommt seinen Flush bis zum River in 35,0 % der Fälle; fast zwei von drei Malen kommt er also nicht. Das ist der Grund, warum gute Spieler einen hohen Einsatz für einen bloßen Flush-Draw oft nicht bezahlen.

Showdown: welche Hand gewinnt?

Sind nach dem River noch mindestens zwei Spieler dabei, kommt es zum Showdown. Der Spieler, der in der letzten Runde zuletzt gesetzt oder erhöht hat, zeigt zuerst. Hat niemand gesetzt, beginnt der erste aktive Spieler links vom Button. Wer sieht, dass er verloren hat, darf seine Karten verdeckt wegwerfen. Den Pot bekommt nur, wer seine Hand zeigt.

Jeder bildet aus seinen zwei Hole Cards und den fünf Gemeinschaftskarten die beste Hand aus genau fünf Karten. Du darfst beide, eine oder keine deiner eigenen Karten nutzen. Liegt die beste Hand komplett in der Mitte, „spielst du das Board“ und teilst den Pot mit allen, die nichts Besseres haben. Bei gleicher Kategorie entscheiden die nächsthöheren Karten, die Kicker, und erst wenn alle fünf Karten gleich hoch sind, wird geteilt.

Mit sieben Karten ist eine gute Hand häufiger als beim klassischen Fünf-Karten-Poker. In 82,6 % aller Fälle hast du am Ende mindestens ein Paar, nur in 17,4 % bleibt es bei der höchsten Karte. Einen Royal Flush aus sieben Karten gibt es dagegen nur etwa einmal in 31.250 Händen. Alle Hände mit ihrer Rangfolge und ihren Wahrscheinlichkeiten stehen bei den Poker-Händen; dort kannst du auch üben, welche Hand gewinnt.

All-in und Side Pot

Beim No Limit Hold'em kannst du jederzeit alle Chips setzen, die vor dir liegen. Die All-in-Poker-Regeln sind einfach: Wer all-in ist, muss nichts mehr nachzahlen und bleibt bis zum Showdown in der Hand. Niemand kann ihn mit einem höheren Einsatz aus dem Pot drängen. Er kann aber auch nur gewinnen, was er selbst abgedeckt hat. Hast du 50 Spielchips und ein Gegner setzt 200, gewinnst du von ihm höchstens 50.

Spielen danach zwei oder mehr Spieler weiter, entsteht ein Side Pot. Der Hauptpot enthält von jedem Spieler den Betrag, den der All-in-Spieler setzen konnte. Alles, was darüber hinausgeht, wandert in den Side Pot, um den nur noch die Spieler mit mehr Chips kämpfen. Beim Showdown wird erst der Side Pot vergeben, dann der Hauptpot. Es kann also passieren, dass der kleinste Stapel den Hauptpot gewinnt und ein anderer Spieler den Side Pot. Die Texas-Hold'em-All-in-Regeln gelten für jede Setzrunde gleich, auch preflop.

Die Poker-Split-Pot-Regeln greifen, wenn zwei Hände genau gleich stark sind. Dann wird der Pot geteilt, ein ungerader Chip geht meist an den ersten Spieler links vom Button. Beim Limit Hold'em gibt es kein All-in in diesem Sinne, weil jeder Einsatz eine feste Größe hat; dort geht jemand nur all-in, wenn er nicht mehr genug Chips für den nächsten Einsatz hat. Beim Pot Limit darfst du höchstens so viel erhöhen, wie nach deinem Mitgehen im Pot liegt, so wie beim Omaha üblich.

Wie man gut Texas Hold'em spielt – ehrlich

Wie spielt man Texas Hold'em so, dass man auf Dauer nicht verliert? Die ehrliche Antwort: Du spielst nicht gegen die Bank, sondern gegen die anderen am Tisch. Gewinnen können also nur die, die bessere Entscheidungen treffen als ihre Gegner. In einer Spielbank geht dazu meist ein kleiner Anteil jedes Pots als Gebühr an das Haus, der Rake. Wer genauso gut spielt wie seine Gegner, verliert auf Dauer also diesen Anteil.

Die wichtigste Regel für Anfänger ist Geduld. Die meisten Starthände sind schwach und gehören vor dem Flop weg. Spiel lieber wenige Hände entschlossen als viele halbherzig. Zweitens: Position zählt. Wer nach den anderen spricht, weiß mehr und kann günstiger entscheiden. Der Platz am Button ist deshalb der beste am Tisch. Drittens: Rechne mit Outs. Zähle die Karten, die deine Hand verbessern, und vergleiche die Chance mit dem Preis, den du zahlen musst.

Eine grobe Faustregel hilft dabei. Nach dem Flop multiplizierst du deine Outs mit vier, nach dem Turn mit zwei, und bekommst ungefähr die Chance in Prozent. Bei neun Outs für einen Flush sind das nach dem Flop etwa 36, genau sind es die 35,0 % von oben. Liegt der Preis für das Mitgehen höher als das, was der Pot dir im Erfolgsfall zahlt, ist Aussteigen die bessere Wahl.

Und zuletzt: Setz dir ein Limit, bevor du dich hinsetzt, und halte dich daran. Ein schlechter Abend gehört beim Poker dazu, auch mit guten Entscheidungen. Wer anfängt, Verluste zurückholen zu wollen, findet unter Spielerschutz Hilfe. Die Chips auf dieser Seite haben keinen Wert; hier geht es nur darum, die Regeln von Texas Hold'em Schritt für Schritt zu verstehen.

Häufige Fragen

Jeder bekommt zwei verdeckte Karten, in die Mitte kommen nacheinander fünf offene Gemeinschaftskarten: drei beim Flop, je eine beim Turn und beim River. Vor jeder neuen Karte und nach dem River wird gesetzt. Wer am Ende noch dabei ist, zeigt seine Karten, und die beste Hand aus fünf der sieben Karten gewinnt den Pot.

Zwei Pflichteinsätze, die Blinds, sorgen dafür, dass in jeder Hand etwas im Pot liegt. Danach folgen vier Setzrunden: Preflop, Flop, Turn und River. In jeder Runde kannst du schieben (Check), setzen (Bet), mitgehen (Call), erhöhen (Raise) oder aussteigen (Fold). Gewonnen wird entweder beim Showdown oder dann, wenn alle anderen aussteigen.

Gespielt wird mit einem Blatt aus 52 Karten ohne Joker. Jeder Spieler bekommt zwei eigene Karten, dazu kommen fünf Gemeinschaftskarten. Aus diesen sieben Karten bildet jeder seine beste Hand aus genau fünf. Ob dabei beide, eine oder keine deiner eigenen Karten mitzählen, ist egal.

Ein Blind ist ein Pflichteinsatz, den du setzt, bevor du deine Karten siehst, also „blind“. Der Small Blind sitzt direkt links vom Dealer-Button, der Big Blind links daneben und ist meist doppelt so hoch. Die Blinds wandern mit dem Button jede Hand einen Platz weiter, damit jeder gleich oft zahlt.

Der Flop sind die ersten drei Gemeinschaftskarten, die der Dealer nach der ersten Setzrunde gleichzeitig offen in die Tischmitte legt. Mit ihm hat jeder Spieler fünf Karten zur Verfügung und damit zum ersten Mal eine vollständige Hand. Danach beginnt die zweite Setzrunde.

All-in heißt, dass du alle Chips setzt, die du vor dir liegen hast. Mehr kann niemand von dir verlangen: Du bleibst bis zum Showdown in der Hand, auch wenn andere später noch setzen. Gewinnen kannst du von jedem Gegner aber höchstens so viel, wie du selbst eingesetzt hast.

Setzt ein Spieler all-in und andere setzen mehr, wird der Pot geteilt. Der Hauptpot enthält von jedem nur so viel, wie der All-in-Spieler gesetzt hat; alles darüber kommt in einen Side Pot, um den nur die Spieler mit mehr Chips spielen. Beim Showdown wird jeder Pot für sich vergeben.

Wenn zwei oder mehr Spieler am Ende eine gleich starke Hand aus fünf Karten haben. Die Farbe entscheidet beim Poker nie. Häufig passiert das, wenn die beste Hand komplett in der Mitte liegt, etwa eine Straße aus den fünf Gemeinschaftskarten. Dann teilen sich alle, die keine bessere Hand haben, den Pot zu gleichen Teilen.

Eine feste Regel gibt es nicht. Wichtig ist das Verhältnis zum Big Blind: Mit Chips für etwa 100 Big Blinds hat jeder genug Spielraum, um auch nach ein paar verlorenen Händen noch normal zu spielen. Bei einem Turnier bekommt jeder denselben Startstapel, die Blinds steigen in festen Abständen.

So nennen Spieler die Starthand Neun und Fünf, nach dem Lied „9 to 5“ der Sängerin Dolly Parton. Es ist ein Spitzname, keine Regel, und die Hand ist eher schwach. Solche Namen gibt es für viele Starthände, etwa „Pocket Rockets“ für zwei Asse.

Spiel wenige, starke Starthände, achte auf deine Position am Tisch und setze nur so viel, wie du verlieren kannst, ohne dich zu ärgern. Gutes Poker heißt vor allem Geduld: Die meisten Hände wirfst du vor dem Flop weg. Sicher ist trotzdem nichts: Auch mit guten Entscheidungen verlierst du einzelne Abende, und am Pokertisch einer Spielbank geht meist ein kleiner Teil jedes Pots als Gebühr an das Haus.

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