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Kartenspiel · 15 Min Lesezeit · Anfänger

Poker Regeln einfach erklärt – Schritt für Schritt, für Anfänger

Poker Regeln Schritt für Schritt: Sieh dir unten eine ganze Hand Texas Hold'em an, vom Blind bis zum Showdown, oder üb gleich, wer am Ende gewinnt. Alle Regeln stehen darunter.

52Karten, ohne Joker
4Setzrunden
10Blätter im Ranking
Dein Lernweg

Wie willst du Poker lernen?

Die Poker-Regeln einfach erklärt, mit Beispielen und Zahlen, stehen unter diesem Kasten als Text. Spring direkt zu dem Teil, den du brauchst:

Du DStraße
Platz 2ausgestiegen
Platz 3Zwei Paare
Pot: 26 Spielchips
  1. Blinds · Pflichteinsätze vor dem Austeilen. Der Dealer-Button liegt bei dir. Die beiden Plätze links davon setzen Pflichteinsätze, bevor eine Karte verteilt ist: Platz 2 den Small Blind, Platz 3 den doppelt so hohen Big Blind. So liegt in jeder Hand schon etwas im Pot.Platz 2 setzt den Small Blind · 1 Chip · Platz 3 setzt den Big Blind · 2 Chips
  2. Hole Cards · Zwei verdeckte Karten, erste Setzrunde. Jeder bekommt zwei verdeckte Karten, nur für sich. Die erste Setzrunde heißt Preflop. Bei drei Spielern beginnt der Platz links vom Big Blind, hier also du. Wer mitgehen will, muss mindestens den Big Blind bringen. Platz 3 hat ihn schon gesetzt und darf deshalb schieben.Du gehst mit (Call) · 2 Chips · Platz 2 ergänzt auf den Big Blind (Call) · 1 Chip · Platz 3 schiebt (Check)
  3. Flop · Drei offene Karten in der Mitte. Der Dealer legt drei Gemeinschaftskarten offen hin, den Flop. Sie gehören allen. Ab jetzt beginnt jede Setzrunde beim ersten aktiven Platz links vom Button. Platz 3 setzt, du gehst mit, Platz 2 gibt auf und verliert, was schon im Pot liegt.Platz 2 schiebt (Check) · Platz 3 setzt (Bet) · 4 Chips · Du gehst mit (Call) · 4 Chips · Platz 2 steigt aus (Fold)
  4. Turn · Die vierte Karte. Die vierte offene Karte heißt Turn. Wieder gibt es eine Setzrunde. Beide schieben, also geht es ohne neuen Einsatz weiter. Mit Acht, Neun, Zehn und der Sieben fehlt dir nur noch eine Karte zur Straße.Platz 3 schiebt (Check) · Du schiebst (Check)
  5. River · Die fünfte und letzte Karte. Mit dem River liegen alle fünf Gemeinschaftskarten. Es folgt die letzte Setzrunde. Platz 3 setzt, du gehst mit. Hätte einer erhöht, müsste der andere die Erhöhung bringen oder aussteigen.Platz 3 setzt (Bet) · 6 Chips · Du gehst mit (Call) · 6 Chips
  6. Showdown · Karten auf, das beste Blatt gewinnt. Platz 3 hat in der letzten Runde gesetzt und zeigt deshalb zuerst: Zwei Paare. Du zeigst Straße. Straße schlägt Zwei Paare – je seltener ein Blatt, desto höher sein Rang: Straße kommt in 1 von 255 Händen vor, Zwei Paare in 4,8 % aller Hände. Du bekommst den Pot von 26 Spielchips. Wäre das Blatt gleich stark, würde der Pot geteilt.

Wer gewinnt? Alle Karten liegen offen. Jeder nimmt die besten fünf aus seinen zwei und den fünf in der Mitte.

Du DDealer-Button
Platz 2Small Blind
Platz 3Big Blind

Richtig 0 von 0

Spielchips ohne Wert · kein Echtgeld · Hausvorteil: keiner, beim Poker spielst du gegen die anderen am Tisch · Punkte nur für richtige Antworten

In 60 Sekunden

Poker Regeln in 60 Sekunden

ZielDen Pot gewinnen

Mit dem besten Blatt oder weil alle anderen aussteigen.

KartenFünf zählen

Beim Hold'em zwei eigene plus fünf in der Mitte.

SetzenVier Runden

Preflop, Flop, Turn, River: mitgehen, erhöhen oder aussteigen.

GewinnerBestes Blatt aus fünf

Ein Royal Flush schlägt alles, die Farbe entscheidet nie.

Eine Runde, Schritt für Schritt

Poker-Regeln Schritt für Schritt: eine Runde von Anfang bis Ende

1

Links vom Dealer-Button setzt der erste Platz den Small Blind, der zweite den Big Blind, meist doppelt so hoch. Ohne diese Pflichteinsätze könnte jeder bis zur perfekten Hand warten.

Der Dealer teilt im Uhrzeigersinn aus, beginnend links vom Button, jedem eine Karte, dann eine zweite. Die Karten bleiben verdeckt, nur du siehst deine.

Der Platz links vom Big Blind beginnt. Er kann mitgehen, erhöhen oder aussteigen, ein Check ist hier nicht möglich, weil der Big Blind schon als Einsatz liegt.

Erst kommen drei offene Karten, dann eine vierte, dann eine fünfte. Nach jedem Schritt folgt eine Setzrunde, die links vom Button beginnt.

Wer nach der letzten Runde noch dabei ist, zeigt seine Karten. Das beste Blatt aus fünf Karten bekommt den Pot, gleich starke Blätter teilen ihn.

Der Dealer-Button rückt einen Platz nach links. So zahlt jeder reihum die Blinds, und jeder sitzt einmal an der günstigsten Position.

Rangfolge

Welche Hand ist mehr wert? Die Kurzfassung

Zehn Blätter, von oben nach unten. Jedes schlägt alle darunter. Die Beispiele, die Wahrscheinlichkeiten und einen Trainer findest du auf der Seite Poker-Hände.

  1. Royal FlushAss bis Zehn in einer FarbeA♠ K♠ D♠ B♠ 10♠
  2. Straight Flushfünf Karten in Folge und in einer Farbe9♥ 8♥ 7♥ 6♥ 5♥
  3. Vierlingvier Karten mit gleichem WertK♣ K♦ K♥ K♠ 3♦
  4. Full Houseein Drilling und ein PaarD♠ D♥ D♦ 7♣ 7♠
  5. Flushfünf Karten einer FarbeA♦ B♦ 8♦ 6♦ 2♦
  6. Straßefünf Karten in Folge10♣ 9♦ 8♥ 7♠ 6♣
  7. Drillingdrei Karten mit gleichem Wert8♠ 8♥ 8♦ K♣ 4♠
  8. Zwei Paarezwei verschiedene PaareB♣ B♥ 4♦ 4♠ A♥
  9. Ein Paarzwei Karten mit gleichem Wert10♥ 10♣ K♠ 7♦ 2♣
  10. Höchste Kartefünf einzelne Karten ohne PaarA♠ D♦ 9♣ 6♥ 3♦
Stimmt das?

Poker-Mythen im Faktencheck

Mini-Quiz · 1 von 3

Wie viele Gemeinschaftskarten liegen beim Texas Hold'em am Ende offen?

Zum großen Regel-Quiz →

Poker-Regeln für Anfänger: Karten, Chips und Spieler

Die Poker Regeln für Anfänger passen auf eine Seite, wenn man sie in der richtigen Reihenfolge liest. Zuerst das Material: Karten und Chips. Dann der Ablauf einer Hand. Erst danach lohnt sich der Blick auf die Rangfolge der Blätter und auf die Frage, wann sich ein Einsatz lohnt. Genau so ist diese Seite aufgebaut. Alles hier gilt für Texas Hold'em, die Form, die in Spielbanken, im Fernsehen und an den meisten Küchentischen gespielt wird. Wo andere Varianten anders funktionieren, steht es dabei.

Poker ist kein Spiel gegen das Haus. Du spielst gegen die anderen am Tisch, und das Geld oder die Chips wandern zwischen den Spielern hin und her. Das unterscheidet Poker von Roulette oder Blackjack. Es gibt keine feste Quote und keinen eingebauten Vorteil der Bank. Wer gewinnt, entscheiden die Karten und die Entscheidungen der Spieler.

Wie viele Karten?

Gespielt wird mit einem französischen Blatt aus 52 Karten, ohne Joker. Es hat vier Farben, Kreuz, Pik, Herz und Karo, mit je 13 Werten: Zwei bis Zehn, Bube, Dame, König, Ass. Das Ass ist die höchste Karte, darf in einer Straße aber auch als Eins zählen. Ein Skatblatt reicht nicht, weil ihm die kleinen Werte fehlen.

Beim Texas Hold'em bekommt jeder zwei eigene Karten, die nur er sieht. In der Mitte liegen am Ende fünf offene Gemeinschaftskarten, die allen gehören. Aus diesen sieben Karten bildest du das beste Blatt aus fünf. Du darfst beide eigenen Karten nutzen, nur eine oder keine. Wenn die fünf Karten in der Mitte das beste Blatt sind, spielst du „das Board“, und alle, die nichts Besseres haben, teilen sich den Pot.

Runder Pokertisch mit grünem Filz von schräg oben, Chipstapel vor leeren Plätzen und zwei verdeckte Karten an einem Platz (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild. Ein Pokertisch für zu Hause: Jeder Platz hat seinen Stapel, zwei verdeckte Karten liegen schon bereit.

Wie viele Chips pro Spieler?

Eine feste Zahl schreiben die Regeln nicht vor. Wichtig ist nur, dass alle mit gleich vielen Chips beginnen. Bewährt hat sich ein Startstapel von etwa 100 Big Blinds. Spielt ihr mit Blinds von 1 und 2, bekommt jeder also rund 200 Chips. Mit weniger wird das Spiel schnell zum Alles-oder-nichts, mit deutlich mehr dauert ein Abend sehr lange.

Chips haben Farben, und jede Farbe steht für einen Wert. Welche Farbe wie viel zählt, legt ihr vor dem Spiel fest. In einem typischen Koffer gibt es weiße, rote, grüne und schwarze Chips. Für einen Abend zu Hause reichen drei oder vier Werte. Wichtig ist, dass jeder weiß, was ein Chip zählt, bevor die erste Karte fällt. Auf dieser Seite sind alle Einsätze Spielchips ohne Wert.

Wie viele Spieler?

Texas Hold'em geht mit zwei bis zehn Spielern an einem Tisch. Zu zweit heißt es Heads-up, dann setzt der Platz mit dem Button den Small Blind und handelt vor dem Flop zuerst, danach zuletzt. Ab drei Spielern gelten die normalen Regeln, wie im Beispiel oben. Bei fünf oder sechs Spielern läuft das Spiel flüssig, und jeder kommt oft genug an die Reihe. Bei zehn Spielern sind schon 20 Karten verteilt, bevor der Flop kommt; es bleiben genug Karten, aber die Hände dauern länger.

Ein Dealer mischt und teilt aus. Im Casino ist das ein Angestellter, zu Hause wechselt die Aufgabe reihum, angezeigt durch den Dealer-Button. Der Button bestimmt, wer die Blinds setzt und in welcher Reihenfolge gespielt wird. Nach jeder Hand wandert er einen Platz nach links.

Typische Fehler in den ersten Runden

Die meisten Fehler am Anfang haben nichts mit Strategie zu tun, sondern mit dem Ablauf. Wer außer der Reihe handelt, verrät den anderen, was er vorhat, und in der Spielbank zählt eine Aktion vor der eigenen Reihe oft gar nicht. Ein zweiter Klassiker: Jemand glaubt, er müsse beide eigenen Karten verwenden. Beim Texas Hold'em stimmt das nicht, beim Omaha schon. Dritter Punkt: Am Showdown liest man das eigene Blatt falsch, etwa eine Straße, die über das Ass „um die Ecke“ läuft, wie D-K-A-2-3. So eine Folge gilt nicht.

Hilfreich ist, die Poker Regeln für Anfänger erst einmal mit offenen Karten durchzuspielen. Alle legen ihre Karten auf den Tisch, und ihr sprecht jede Entscheidung laut durch. Nach zwei, drei Händen sitzt der Ablauf, und ihr könnt verdeckt spielen. Genau dafür ist die Übung „Ausprobieren“ oben gedacht: Alle Karten liegen offen, und du bestimmst, wer gewinnt.

Die Runde im Detail: Austeilen, Setzrunden, Showdown

Oben siehst du eine Hand in sechs Bildern. Hier stehen die Poker Regeln Schritt für Schritt mit allem, was in den Bildern keinen Platz hat. Jede Hand folgt demselben Muster, egal, wie viele am Tisch sitzen: Pflichteinsätze, Karten, vier Setzrunden, Auflösung.

Austeilen

Vor dem Austeilen setzen die beiden Plätze links vom Button ihre Blinds. Der Small Blind ist meist halb so hoch wie der Big Blind. Dann mischt der Dealer gründlich, lässt bei Bedarf abheben und teilt im Uhrzeigersinn aus, beginnend beim Small Blind. Jeder bekommt zuerst eine Karte, dann eine zweite. Fällt beim Austeilen eine Karte offen auf den Tisch, wird sie in den meisten Hausregeln ersetzt und als erste verbrannte Karte genutzt.

Vor jeder Gemeinschaftskarte legt der Dealer die oberste Karte verdeckt zur Seite. Diese „verbrannte“ Karte schützt davor, dass jemand die nächste Karte vorher sieht, etwa weil sie gezinkt oder leicht geknickt ist. Für die Wahrscheinlichkeiten ändert das nichts: Welche Karte verbrannt wird, weiß niemand. Solche Details fehlen in vielen Fassungen, die die Poker Regeln einfach erklärt zusammenfassen, am echten Tisch gehören sie aber dazu.

Ein Kartenspiel mitten im Mischen, die Karten fallen in einem Bogen auf grünen Filz (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild. Vor jeder Hand wird gründlich gemischt, damit die Reihenfolge der Karten reiner Zufall ist.

Die vier Setzrunden

Preflop: Nach dem Austeilen beginnt der Platz links vom Big Blind. Die Blinds zählen als Einsätze, darum muss jeder, der weiterspielen will, mindestens den Big Blind bringen. Der Small Blind ergänzt auf den Big Blind, wenn er mitgehen will. Hat niemand erhöht, darf der Big Blind zum Schluss schieben oder selbst erhöhen.

Flop: Drei Gemeinschaftskarten kommen offen in die Mitte. Ab jetzt beginnt jede Runde beim ersten noch aktiven Platz links vom Button. Solange niemand gesetzt hat, darf jeder schieben.

Turn: Die vierte Gemeinschaftskarte, wieder gefolgt von einer Setzrunde. Beim Limit Poker verdoppelt sich ab hier die Einsatzhöhe.

River: Die fünfte und letzte Karte, danach die letzte Setzrunde. Eine Runde ist zu Ende, wenn alle, die noch dabei sind, gleich viel gesetzt haben oder nur noch einer übrig ist.

Setzt jemand alle seine Chips, ist er „All-in“. Er kann danach nicht mehr setzen, bleibt aber bis zum Showdown in der Hand. Er kann allerdings nur so viel gewinnen, wie er selbst eingezahlt hat, von jedem Gegner. Was die anderen darüber hinaus setzen, kommt in einen Nebenpot, um den nur sie spielen.

Showdown

Sind nach dem River noch zwei oder mehr Spieler dabei, kommt es zum Showdown. Zuerst zeigt, wer in der letzten Runde als Letzter gesetzt oder erhöht hat. Hat niemand gesetzt, beginnt der erste Platz links vom Button. Wer sieht, dass er verloren hat, darf seine Karten in vielen Häusern auch verdeckt abwerfen. Gewertet werden immer genau fünf Karten. Eine sechste oder siebte Karte zählt nie, auch nicht als Kicker.

Der Pot geht an das beste Blatt. Sind zwei Blätter gleich stark, wird er geteilt. Bleibt ein ungerader Chip übrig, bekommt ihn nach der üblichen Regel der Spieler, der links vom Button am nächsten sitzt. Die Farbe entscheidet nie.

Check, Call, Raise, Fold: was du in jeder Setzrunde tun kannst

In jeder Setzrunde bist du reihum am Zug, und du hast immer dieselben Möglichkeiten. Welche davon gerade erlaubt sind, hängt nur davon ab, ob vor dir schon jemand gesetzt hat. Die englischen Begriffe hörst du an fast jedem Tisch, auch in Deutschland.

  • Check (schieben): Du setzt nichts und gibst weiter. Das geht nur, solange in dieser Runde noch niemand gesetzt hat.
  • Bet (setzen): Du eröffnest die Runde mit einem Einsatz. Beim No Limit mindestens in Höhe des Big Blinds.
  • Call (mitgehen): Du zahlst genau den höchsten Einsatz vor dir und bleibst in der Hand.
  • Raise (erhöhen): Du gehst mit und legst mehr drauf. Die Erhöhung muss mindestens so groß sein wie der letzte Einsatz oder die letzte Erhöhung in dieser Runde.
  • Fold (aussteigen): Du legst deine Karten ab. Was du schon gesetzt hast, bleibt im Pot.

Wie hoch du setzen darfst, legt die Spielform fest. Beim No Limit sind es bis zu allen Chips, die vor dir liegen. Beim Pot Limit höchstens so viel, wie nach deinem Mitgehen im Pot liegt. Beim Limit gibt es feste Einsatzstufen und meist höchstens drei Erhöhungen pro Runde. Für Anfänger ist Limit am übersichtlichsten, weil kein einzelner Fehler den ganzen Stapel kostet.

Eine Aktion gilt, sobald du sie ansagst oder die Chips über die Linie schiebst. Wer erst Chips nachschiebt, ohne vorher „Raise“ zu sagen, macht einen sogenannten String Bet; der zählt in vielen Häusern nur als Call. Darum lohnt es sich, die Aktion zuerst laut zu sagen und dann zu setzen.

Weißer runder Dealer-Button ohne Aufschrift auf grünem Filz neben zwei kleinen Chipstapeln (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild. Der Dealer-Button wandert nach jeder Hand einen Platz weiter und bestimmt, wer die Blinds setzt.

Poker einfach erklärt: die wichtigsten Varianten

Poker ist eine ganze Familie von Spielen. Allen gemeinsam ist die Rangfolge der Blätter und das Setzen in Runden. Unterschiedlich ist, wie du an deine Karten kommst. Hier sind die Formen, die du kennen solltest, kurz und einfach erklärt.

Texas Hold'em

Zwei eigene Karten, fünf Gemeinschaftskarten, vier Setzrunden. Fast alle Beispiele auf dieser Seite gehen davon aus. Von 1.326 möglichen Startpaaren sind 5,9 % ein Paar, und ein Paar Asse bekommst du im Schnitt einmal in 221 Händen. 23,5 % der Startpaare sind zwei Karten derselben Farbe. Mehr dazu, mit Positionen und Startkarten, auf der Seite Texas Hold'em.

Omaha und Stud

Beim Omaha bekommst du vier eigene Karten statt zwei, und du musst genau zwei davon mit genau drei aus der Mitte kombinieren. Das klingt nach einer Kleinigkeit, führt aber zu deutlich stärkeren Händen am Showdown. Stud Poker kommt ohne Gemeinschaftskarten aus. Bei Seven Card Stud bekommt jeder sieben eigene Karten, teils offen, teils verdeckt, und vor jeder neuen Karte wird gesetzt. Draw Poker ist die älteste Form: fünf verdeckte Karten, einmal tauschen, setzen, zeigen.

H.O.R.S.E ist keine eigene Variante, sondern ein Wechsel aus fünf Formen: Hold'em, Omaha Hi-Lo, Razz, Seven Card Stud und Stud Hi-Lo, meist mit festen Limits. Bei den „Hi-Lo“-Formen wird der Pot zwischen dem besten und dem niedrigsten Blatt geteilt, bei Razz gewinnt sogar nur das niedrigste. Wer die klassischen Poker-Regeln kennt, braucht für jede Form nur die eine Regel, die sich ändert.

Casino-Poker gegen die Bank

Im Casino gibt es außerdem Tischspiele, die Poker heißen, aber anders funktionieren. Bei Caribbean Stud, Three Card Poker oder Casino Hold'em spielst du nicht gegen andere Gäste, sondern gegen das Haus, mit festen Auszahlungen. Dort hat die Bank einen eingebauten Vorteil; beim Casino Hold'em liegt er auf den Ante-Einsatz bei 2,16 % (veröffentlichter Wert, Wizard of Odds). Die Regeln stehen unter Casino-Poker. Am Automaten heißt das Ganze Video Poker.

Poker-Regeln zum Ausdrucken

Für den Spieleabend reicht ein Blatt Papier. Diese Seite hat eine eigene Druckansicht: Über das Druckmenü deines Browsers bekommst du den Text und die Rangliste ohne Menü und Bedienelemente. Als PDF speicherst du sie über dieselbe Funktion. Wer es noch kürzer will, druckt nur diesen Abschnitt: den Spickzettel mit den Poker-Regeln für Anfänger in sieben Zeilen.

  1. Button bestimmen, die zwei Plätze links davon setzen Small Blind und Big Blind.
  2. Jeder bekommt zwei verdeckte Karten. Erste Setzrunde ab links vom Big Blind.
  3. Flop: drei Karten offen, Setzrunde ab links vom Button.
  4. Turn: vierte Karte, Setzrunde. River: fünfte Karte, Setzrunde.
  5. Showdown: bestes Blatt aus fünf der sieben Karten gewinnt, gleiche Blätter teilen.
  6. Rangfolge: Royal Flush › Straight Flush › Vierling › Full House › Flush › Straße › Drilling › Zwei Paare › Ein Paar › Höchste Karte.
  7. Button einen Platz nach links, nächste Hand.

Der Zettel geht die Poker-Regeln Schritt für Schritt in der Reihenfolge einer Hand durch, so wie sie am Tisch passiert. Mehr braucht es für die erste Runde nicht. Die Regeln für Sonderfälle, etwa All-in und Nebenpot, stehen weiter oben. Als Bild für den Tisch eignet sich die Rangliste der Hände auf der Seite Poker-Hände, die ebenfalls eine Druckansicht hat.

Glück oder Können? Was die Mathematik sagt

Welche Karten kommen, ist Zufall. Wie oft eine Kombination kommt, lässt sich aber genau ausrechnen, und darauf bauen gute Entscheidungen. Mit sieben Karten beim Hold'em hast du am Ende in 43,8 % der Fälle genau ein Paar als bestes Blatt und in 23,5 % Zwei Paare. Alles darüber ist seltener, als es sich am Tisch anfühlt.

Die wichtigste Rechnung heißt Pot Odds. Sie vergleicht, was ein Call kostet, mit dem, was im Pot liegt. Liegen 20 Chips im Pot und musst du 6 Chips bringen, zahlst du 6 von dann 26 Chips, also 23,1 %. Mitgehen lohnt sich auf Dauer nur, wenn du die Hand mindestens so oft gewinnst. Dazu zählst du deine Outs, die Karten, die dir noch helfen. Mit vier Karten zu einem Flush nach dem Flop sind es neun Outs. Damit triffst du bis zum River in 35,0 % der Fälle, mit nur noch einer Karte in 19,6 %. Eine offene Straße mit acht Outs kommt vom Flop bis zum River in 31,5 % an.

Eine beste Poker-Strategie für Einsteiger lässt sich daraus ableiten, ohne Garantie auf Gewinn: wenige, starke Startkarten spielen, Position nutzen, also lieber nach als vor den anderen handeln, und nur mitgehen, wenn die Pot Odds passen. Das senkt Verluste, schafft sie aber nicht ab. Auch der beste Spieler verliert einzelne Hände und ganze Abende.

Am Casinotisch kommt noch etwas dazu: Das Haus nimmt bei Spielen unter Gästen eine Gebühr, den Rake, als kleinen Anteil am Pot oder als Gebühr pro Zeit. Diese Gebühr zahlen alle, auch die Gewinner. Wer Poker spielt, um Verluste zurückzuholen, oder mehr setzt als geplant, findet Hilfe unter Spielerschutz.

Geöffneter Alu-Koffer mit Pokerchips, nach Farben sortiert, und zwei versiegelten Kartenspielen (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild. Ein Chipkoffer ordnet die Jetons nach Farben: Jede Farbe steht für einen festen Wert.

Poker im Casino: Tisch, Dealer und Etikette

In einer deutschen Spielbank sitzt ein angestellter Dealer am Tisch. Er mischt, teilt aus, achtet auf die Reihenfolge und schiebt den Pot dem Gewinner zu. Du musst also nichts selbst austeilen und kannst dich auf deine Entscheidungen konzentrieren. Den Dealer-Button gibt es trotzdem: Er zeigt, wer in dieser Hand an der Position des Gebers sitzt.

Am Eingang zeigst du einen Ausweis. Das Mindestalter liegt je nach Bundesland bei 18 oder 21 Jahren, in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen bei 21; maßgeblich ist die Hausordnung der jeweiligen Spielbank. Wer im Sperrsystem OASIS eingetragen ist, kommt nicht hinein. Wann und wie Poker gespielt wird, ob als Cash Game oder Turnier, steht im Programm des Hauses. Ein Turnier hat einen festen Einsatz, und die Blinds steigen in Stufen, bis einer alle Chips hat.

Ein paar Regeln gelten fast überall: Nur der Spieler, der am Zug ist, handelt. Die Karten bleiben auf dem Tisch, und gesprochen wird nicht über eine laufende Hand, an der du nicht mehr beteiligt bist. Chips, die vor dir liegen, bleiben dort, bis die Hand vorbei ist. Wer diese Poker Regeln einfach erklärt bekommen hat und sie einmal am Küchentisch gespielt hat, findet sich auch in der Spielbank sofort zurecht. Woher das Spiel kommt, ist nicht genau belegt. Sicher ist, dass es im 19. Jahrhundert in den USA gespielt wurde, auf Flussdampfern am Mississippi und in den Saloons des Westens, und dass Texas Hold'em erst im 20. Jahrhundert dazukam.

Häufige Fragen

Jeder bekommt Karten, und reihum wird gesetzt. Beim Texas Hold'em, der bekanntesten Form, hast du zwei verdeckte Karten und teilst dir fünf offene Karten in der Mitte mit allen anderen. In vier Setzrunden entscheidest du, ob du mitgehst, erhöhst oder aussteigst. Wer am Ende noch dabei ist, zeigt seine Karten, und das beste Blatt aus fünf Karten gewinnt den Pot. Gewinnen kannst du auch ohne Showdown, wenn alle anderen vorher aussteigen.

Poker funktioniert über zwei Dinge: eine feste Rangfolge der Blätter und Setzrunden. Die Rangfolge legt fest, welche fünf Karten mehr wert sind, vom Royal Flush bis zur höchsten Karte. In den Setzrunden kostet es Chips, im Spiel zu bleiben. Weil niemand die Karten der anderen kennt, entscheidest du mit unvollständigem Wissen. Genau das macht den Reiz aus.

Kurz gesagt: Blinds setzen, Karten austeilen, setzen, weitere Karten aufdecken, wieder setzen, am Ende Karten zeigen. Bei Texas Hold'em sind das die Runden Preflop, Flop, Turn und River. Nach jeder Hand wandert der Dealer-Button einen Platz nach links, damit jeder einmal die Blinds zahlt.

Mit jeder Kombination, die besser ist als die der anderen am Tisch. Schon ein Paar oder eine hohe Karte reicht, wenn niemand mehr hat. Die Rangfolge reicht vom Royal Flush, den du nur in 1 von 649.740 Händen bekommst, bis zur höchsten Karte. Die vollständige Liste mit Beispielen steht auf der Seite Poker-Hände.

Mit einem normalen französischen Blatt aus 52 Karten, ohne Joker. Es hat vier Farben (Kreuz, Pik, Herz, Karo) mit je 13 Werten von der Zwei bis zum Ass. Ein Skatblatt mit 32 Karten passt nicht, weil darin die Karten von Zwei bis Sechs fehlen.

Das Spiel nutzt ein Deck mit 52 Karten. Wie viele davon du bekommst, hängt von der Variante ab: Beim Texas Hold'em sind es zwei eigene Karten plus fünf Gemeinschaftskarten, beim Omaha vier eigene, beim Five Card Draw fünf. Gewertet werden immer genau fünf Karten.

Poker ist ein Kartenspiel, bei dem du mit Chips auf die Stärke deines Blatts setzt. Du spielst gegen die anderen am Tisch, nicht gegen das Haus. Ein Pot entsteht aus allen Einsätzen einer Hand und geht an das beste Blatt oder an den Spieler, der als Letzter übrig bleibt.

Eine feste Regel gibt es nicht. Wichtig ist, dass alle mit gleich vielen Chips beginnen. Zu Hause ist ein Startstapel von etwa 100 Big Blinds üblich, also 200 Chips bei einem Big Blind von 2. Dann reicht der Stapel für viele Hände, ohne dass eine einzige Runde alles entscheidet.

Die bekanntesten Formen sind Texas Hold'em und Omaha mit Gemeinschaftskarten, dazu Stud Poker mit teils offenen eigenen Karten und Draw Poker, bei dem du Karten tauschst. Im Casino gibt es außerdem Casino-Poker gegen die Bank und Video Poker am Automaten.

In der ersten Setzrunde beginnt der Platz links vom Big Blind. In allen späteren Runden beginnt der erste noch aktive Platz links vom Dealer-Button. Am Ende einer Hand zeigt der Spieler zuerst, der in der letzten Runde zuletzt gesetzt oder erhöht hat; hat niemand gesetzt, beginnt der erste Platz links vom Button.

Call heißt mitgehen: Du bringst genau so viele Chips in den Pot wie der höchste Einsatz vor dir. Damit bleibst du in der Hand, ohne den Einsatz zu erhöhen.

Check heißt schieben: Du bleibst in der Hand, ohne zu setzen. Das geht nur, solange in dieser Runde noch niemand gesetzt hat. Setzt danach jemand, musst du mitgehen, erhöhen oder aussteigen, wenn du wieder dran bist.

Fold heißt aussteigen: Du legst deine Karten verdeckt ab und spielst diese Hand nicht weiter. Was du schon in den Pot gelegt hast, bleibt dort. Aussteigen darfst du jederzeit, wenn du am Zug bist.

Raise heißt erhöhen: Du gehst den Einsatz vor dir mit und legst noch etwas obendrauf. Alle anderen müssen dann die Erhöhung bringen oder aussteigen. Beim No Limit muss eine Erhöhung mindestens so groß sein wie der letzte Einsatz oder die letzte Erhöhung in dieser Runde.

Ante ist ein kleiner Pflichteinsatz, den jeder Spieler vor dem Austeilen in den Pot legt. Bei Stud Poker und in späteren Turnierphasen ist er üblich. Beim Texas Hold'em übernehmen meist die Blinds diese Aufgabe; beim Casino-Poker gegen die Bank heißt der Grundeinsatz ebenfalls Ante.

Der Showdown ist das Aufdecken nach der letzten Setzrunde. Alle, die noch in der Hand sind, zeigen ihre Karten, und das beste Blatt aus fünf Karten gewinnt den Pot. Bei gleich starken Blättern wird der Pot geteilt; die Farbe zählt dabei nicht.

Beim No Limit und Pot Limit so oft, wie Chips da sind, solange jede Erhöhung die Mindesthöhe erreicht. Beim Limit Poker ist die Zahl der Erhöhungen pro Runde meist begrenzt, oft auf einen Einsatz und drei Erhöhungen. Welche Grenze gilt, steht in der Hausregel des Tisches.

In jeder einzelnen Hand entscheidet der Zufall, welche Karten kommen. Über viele Hände zählt mehr, wer seine Chancen richtig einschätzt. Ein Beispiel: Mit einem Flush-Draw nach dem Flop triffst du bis zum River in 35,0 % der Fälle. Wer das weiß, setzt anders. Verluste lassen sich trotzdem nie ausschließen; Hilfe findest du unter Spielerschutz.

Teile den Betrag, den du zahlen musst, durch den Pot nach deinem Call. Liegen 20 Chips im Pot und musst du 6 bringen, sind das 6 von 26, also 23,1 %. Lohnt sich der Call auf Dauer, muss deine Chance, die Hand zu gewinnen, mindestens so hoch sein.

Beim Texas Hold'em und beim Omaha liegen am Ende fünf Gemeinschaftskarten in der Mitte: drei auf dem Flop, eine auf dem Turn, eine auf dem River. Bei Stud und Draw Poker gibt es keine Karten in der Mitte. Aus 52 Karten ergeben sich beim Hold'em übrigens 1.326 verschiedene Startpaare.

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