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Ratgeber · 8 Min Lesezeit · mit Kessel-Umschalter

Roulette Varianten im Vergleich – europäisch, französisch und US

Roulette-Varianten unterscheiden sich in einem Fach: Europäisch und französisch hat der Kessel 37 Fächer, amerikanisch 38. Schalte unten zwischen den drei Tischen um und sieh, wie sich Chancen und Hausvorteil verschieben.

Fazit in einem SatzGleiche Quoten, andere Kessel: Französisch kostet auf einfache Chancen 1,35 %, europäisch 2,70 %, amerikanisch 5,26 %.
Nachgerechnet aus den QuotenRedaktion casinospielregeln.de
Kessel-Umschalter

Drei Kessel, ein Tisch: schalte um

Spielchips ohne Wert · kein Echtgeld · Hausvorteil: 2,70 %

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Chip:
Dein Einsatz
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Eine Zahl zahlt 35 : 1, die Chance ist 1 von 37.

Fächer im Kessel37
Grüne Fächereine Null (0)
Hausvorteil2,70 %
Einfache Chancen2,70 %

Ein Tableau, eine Null, ein Hausvorteil für jeden Einsatz.

Was die Null kostet Europäisch 2,70 %Französisch 1,35 % auf einfache ChancenAmerikanisch 5,26 %
Europäisches Roulette: Auszahlung, Trefferchance und Hausvorteil jeder Wette
WetteZahlenAuszahlungTrefferchanceHausvorteil
PleinZahl (Einzelzahl)135 : 11 von 37 (2,70 %)2,70 %
ChevalSplit (zwei Zahlen)217 : 12 von 37 (5,41 %)2,70 %
Transversale pleineQuerreihe (drei Zahlen)311 : 13 von 37 (8,11 %)2,70 %
CarréEckzahl / Viererblock48 : 14 von 37 (10,81 %)2,70 %
Transversale simpleSechserreihe (sechs Zahlen)65 : 16 von 37 (16,22 %)2,70 %
DouzaineDutzend122 : 112 von 37 (32,43 %)2,70 %
ColonneKolonne122 : 112 von 37 (32,43 %)2,70 %
Rouge / NoirRot / Schwarz181 : 118 von 37 (48,65 %)2,70 %
Pair / ImpairGerade / Ungerade181 : 118 von 37 (48,65 %)2,70 %
Manque / PasseNiedrig (1–18) / Hoch (19–36)181 : 118 von 37 (48,65 %)2,70 %

Europäisches Roulette

Das europäische Roulette ist die Grundform, von der die meisten Erklärungen ausgehen. Der Kessel hat 37 Fächer: die Zahlen 1 bis 36, davon 18 rot und 18 schwarz, und eine grüne Null. Gesetzt wird auf einem einzelnen Tableau mit drei Spalten zu je zwölf Zahlen, umgeben von den Feldern für Dutzende, Kolonnen und die einfachen Chancen. Die Einsätze legst du selbst, der Croupier dreht den Kessel und wirft die Kugel gegen die Drehrichtung.

Wie europäisches Roulette funktioniert, lässt sich in einem Satz sagen: Jede Quote wird so berechnet, als hätte der Kessel 36 Fächer. Eine Zahl zahlt 35 : 1, ein Cheval 17 : 1, ein Dutzend 2 : 1 und eine Farbe 1 : 1. Weil die Null als 37. Fach dazukommt, fehlt bei jedem Einsatz derselbe Anteil, und der Hausvorteil beträgt immer 2,70 %, egal worauf du setzt. Fällt die Null, verlieren alle Einsätze, die sie nicht abdecken, auch die einfachen Chancen.

Im Kessel folgen die Zahlen nicht der Reihe nach, sondern einem festen Muster: nach der Null im Uhrzeigersinn 32, 15, 19, 4, 21, 2 und so weiter. Rot und Schwarz wechseln sich ab, und die Zahlen sind so verteilt, dass keine Gruppe an einer Stelle gehäuft liegt. Die vollständigen Roulette-Regeln mit allen Einsätzen stehen auf der Seite Roulette-Regeln.

Französisches Roulette: La Partage und En Prison

Französisches Roulette nutzt denselben Kessel wie das europäische, also 37 Fächer mit einer Null. Die französischen Roulette-Regeln unterscheiden sich in drei Dingen: in der Sprache, im Tisch und in einer Sonderregel für die einfachen Chancen. Am Tisch wird Französisch gesprochen, die Felder heißen Rouge und Noir, Pair und Impair, Manque und Passe. Das Tableau ist oft doppelt, mit einem Zahlenfeld auf jeder Seite des Kessels, und mehrere Croupiers arbeiten gleichzeitig.

Eleganter leerer Spielsaal mit langem Roulettetisch unter einem Kristalllüster, Morgenlicht durch hohe Fenster (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild. Französisches Roulette ist das Spiel der klassischen Spielbanken. Ein erfundener Saal, kein echter Ort.

Die wichtigste Regel heißt La Partage, „die Teilung“. Fällt die Null, verlierst du auf einfachen Chancen nur die Hälfte deines Einsatzes; die andere Hälfte bekommst du zurück. Damit halbiert sich der Hausvorteil auf diesen Feldern von 2,70 % auf 1,35 %. Bei En Prison bleibt dein Einsatz stattdessen „gefangen“ für die nächste Runde liegen. Gewinnt er dann, bekommst du ihn ohne Gewinn zurück; verliert er, ist er weg. Welche der beiden Regeln gilt, steht in der Spielordnung des Hauses. Für Plein, Cheval, Dutzend und alle anderen Einsätze ändert sich nichts, dort bleibt es bei 2,70 %.

Zu den Regeln für französisches Roulette gehören auch die Annoncen, also angesagte Einsätze auf Kesselabschnitte. Voisins du Zéro, die Nachbarn der Null, umfassen die 17 Zahlen von 22 bis 25 rund um die Null. Tiers du Cylindre, das Drittel des Kessels gegenüber, deckt die 12 Zahlen von 27 bis 33 ab. Die übrigen 8 Zahlen heißen Orphelins, die Waisen: 1, 6, 9, 14, 17, 20, 31, 34. Eine Annonce ist nur eine Kurzform für mehrere einzelne Einsätze. Sie folgt den Abschnitten des Kessels statt den Feldern des Tableaus, aber jeder ihrer Teileinsätze hat denselben Hausvorteil von 2,70 %.

In deutschen Spielbanken wird traditionell oft nach französischen Regeln gespielt, meist im klassischen Saal. Deshalb hörst du auch an anderen Tischen die französischen Ansagen „Faites vos jeux“ und „Rien ne va plus“.

Amerikanisches Roulette: die Doppelnull

Die amerikanischen Roulette-Regeln übernehmen alles vom europäischen Tisch und fügen ein Fach hinzu: die Doppelnull 00. Der Kessel hat damit 38 Fächer, zwei davon grün. Die Null und die Doppelnull liegen im Kessel einander gegenüber; die 00 steht an Position 20 der Kesselreihenfolge. Auch die Zahlen sind anders angeordnet als im europäischen Kessel. Das Tableau ist meist einfach und steht neben dem Kessel, und jeder Gast bekommt oft eigene Farbchips, damit sich die Einsätze nicht vermischen.

Zwei Roulettekessel nebeneinander von schräg oben, auf einem hellen Tisch, einer etwas größer (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild. Zwei Kessel, ein Unterschied: Der amerikanische hat neben der Null noch eine Doppelnull.

Die Quoten sind dieselben: 35 : 1 auf eine Zahl, 1 : 1 auf Rot oder Schwarz. Die Chance sinkt aber, weil zwei Fächer zu keiner Gruppe gehören. Eine einzelne Zahl trifft in 1 von 38 Fällen statt 1 von 37, Rot in 18 von 38 statt 18 von 37. Der Hausvorteil steigt dadurch auf 5,26 % und ist damit fast doppelt so hoch wie am europäischen Tisch.

Eine Wette gibt es nur hier: die Top Line auf 0, 00, 1, 2 und 3. Sie deckt fünf Zahlen ab und zahlt 6 : 1. Nach der Rechnung, die für alle anderen Einsätze gilt, wären es 36 geteilt durch 5, minus 1, also 6,2. Deshalb ist die Top Line mit 7,89 % der teuerste Einsatz am Roulettetisch. Wer die Regeln für amerikanisches Roulette kennt, lässt sie liegen.

Unterschiede auf einen Blick

Alle drei Roulette-Varianten zahlen dieselben Quoten. Was sich ändert, ist allein die Zahl der grünen Fächer und damit der Anteil, den die Bank behält. Setzt du über einen Abend 1.000 Spielchips auf einfache Chancen um, bleiben im Schnitt etwa 13,5 davon an einem französischen Tisch mit La Partage, 27,0 an einem europäischen und 52,6 an einem amerikanischen. Auf einzelne Zahlen gilt am französischen Tisch dagegen derselbe Wert wie am europäischen.

  • Europäisch: 37 Fächer, eine Null, Hausvorteil 2,70 % auf jeden Einsatz.
  • Französisch: 37 Fächer, eine Null, französisches Tableau und Annoncen, auf einfache Chancen 1,35 % dank La Partage oder En Prison, sonst 2,70 %.
  • Amerikanisch: 38 Fächer mit Null und Doppelnull, Hausvorteil 5,26 %, die Top Line 7,89 %.

Woran du die Variante am Tisch erkennst

Am schnellsten verrät das Tableau die Variante. Steht am Kopfende über den drei Spalten nur ein grünes Feld mit der 0, ist es ein Tisch mit einfacher Null. Siehst du zwei grüne Felder, 0 und 00, sitzt du am amerikanischen Roulette, auch wenn der Tisch in einem europäischen Haus steht. Französische Beschriftungen wie Rouge, Pair oder Manque und ein Zahlenfeld auf beiden Seiten des Kessels deuten auf einen französischen Tisch hin. Ob dort La Partage oder En Prison gilt, siehst du dem Tisch allerdings nicht an. Das steht in der Spielordnung des Hauses, und der Croupier kann es dir sagen. Im Umschalter oben vergleichst du alle drei Tische nebeneinander: Die Tabelle zeigt für jede Wette die Trefferchance und den Hausvorteil der gewählten Variante.

Für dich als Spieler heißt das: Die Wahl des Tisches ist die einzige Entscheidung, die deinen erwarteten Verlust senkt. Kein Setzsystem schafft das, wie der Simulator auf der Seite Roulette-Strategie zeigt. Woher die Unterschiede kommen, ist schnell erzählt: Die einfache Null wird mit den Brüdern François und Louis Blanc verbunden, die Mitte des 19. Jahrhunderts die Spielbank in Bad Homburg führten. In Europa setzte sie sich durch, in Amerika blieb die Doppelnull. Wie der Hausvorteil in anderen Spielen ausfällt, steht auf der Seite Hausvorteil.

Häufige Fragen

Gespielt wird mit einem Kessel mit 37 Fächern und einer Null, die Quoten sind dieselben wie beim europäischen Roulette, von 35 : 1 auf eine Zahl bis 1 : 1 auf eine einfache Chance. Dazu kommt eine Sonderregel für die einfachen Chancen: Bei La Partage bekommst du die Hälfte des Einsatzes zurück, wenn die Null fällt, bei En Prison bleibt der Einsatz eine Runde liegen. Damit sinkt der Hausvorteil dort auf 1,35 %.

Der Croupier dreht einen Kessel mit 37 Fächern, den Zahlen 1 bis 36 und einer grünen Null. Du setzt vorher auf eine Zahl, eine Gruppe oder eine Farbe, bis „Rien ne va plus“ fällt. Bleibt die Kugel in einem Fach liegen, das dein Einsatz abdeckt, zahlt die Bank nach fester Quote. Der Hausvorteil beträgt bei jedem Einsatz 2,70 %.

Der Ablauf ist derselbe wie beim europäischen Roulette, aber der Kessel hat 38 Fächer: 1 bis 36, die Null und die Doppelnull. Die Quoten bleiben gleich, 35 : 1 auf eine Zahl und 1 : 1 auf Rot oder Schwarz. Zusätzlich gibt es die Top Line auf 0, 00, 1, 2 und 3, die 6 : 1 zahlt.

Im Vergleich zum europäischen Tisch ungünstiger. Weil die Doppelnull ein zweites grünes Fach ist, die Quoten aber gleich bleiben, steigt der Hausvorteil von 2,70 % auf 5,26 %. Die Top Line kostet sogar 7,89 %. Ob es Sonderregeln für die einfachen Chancen gibt, steht in der Spielordnung des Hauses.

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