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Kartenspiel · 9 Min Lesezeit · Fortgeschritten

Omaha Poker Regeln – plus Stud, Razz und Draw Poker im Vergleich

Omaha Poker-Regeln in einem Satz: vier Karten auf die Hand, genau zwei davon zählen. Tippe unten eine Variante an und vergleiche sie mit Hold'em, Stud, Razz und Draw Poker, bevor du die Regeln im Detail liest.

Fazit in einem SatzOmaha ist Hold'em mit vier Karten, von denen genau zwei in deine Hand müssen.
NachgerechnetRedaktion casinospielregeln.de
Zum Antippen

Sieben Pokervarianten im Vergleich

Vier Karten, zwei zählen

Omaha

Eigene Karten
4 verdeckt
Gemeinschaftskarten
5
Setzrunden
4
Es gewinnt
die höchste Hand
Meist gespielt als
Pot Limit

Genau zwei Karten aus der Hand und genau drei aus der Mitte. Mehr Karten heißt mehr Möglichkeiten, aber auch stärkere Hände am Showdown.

Der Pot wird geteilt

Omaha Hi-Lo

Eigene Karten
4 verdeckt
Gemeinschaftskarten
5
Setzrunden
4
Es gewinnt
je die Hälfte: höchste und niedrigste Hand
Meist gespielt als
Pot Limit oder Fixed Limit

Die tiefe Hand braucht fünf verschiedene Karten von 8 abwärts, sonst bekommt die hohe Hand alles.

Der Maßstab

Texas Hold'em

Eigene Karten
2 verdeckt
Gemeinschaftskarten
5
Setzrunden
4
Es gewinnt
die höchste Hand
Meist gespielt als
No Limit

Beliebige Kombination aus deinen zwei und den fünf offenen Karten. Die ausführlichen Regeln stehen auf der Seite zu Texas Hold'em.

Ohne Gemeinschaftskarten

Seven Card Stud

Eigene Karten
7, davon 4 offen
Gemeinschaftskarten
keine
Setzrunden
5
Es gewinnt
die höchste Hand
Meist gespielt als
Fixed Limit

Ante und Bring-in statt Blinds. Die offenen Karten der Gegner verraten, welche Karten nicht mehr kommen können.

Die schlechteste Hand gewinnt

Razz

Eigene Karten
7, davon 4 offen
Gemeinschaftskarten
keine
Setzrunden
5
Es gewinnt
die niedrigste Hand
Meist gespielt als
Fixed Limit

Stud-Ablauf, aber umgekehrt gewertet: A-2-3-4-5 ist die beste Hand, Straßen und Flushs zählen nicht.

Einmal tauschen

Five Card Draw

Eigene Karten
5 verdeckt
Gemeinschaftskarten
keine
Setzrunden
2
Es gewinnt
die höchste Hand
Meist gespielt als
Fixed Limit

Die klassische Küchentisch-Variante: setzen, Karten tauschen, noch einmal setzen, aufdecken.

Hold'em mit 36 Karten

Short Deck

Eigene Karten
2 verdeckt
Gemeinschaftskarten
5
Setzrunden
4
Es gewinnt
die höchste Hand, Flush vor Full House
Meist gespielt als
No Limit, oft mit Ante

Ohne die Karten 2 bis 5. Die kleinste Straße ist A-6-7-8-9.

Nur Regeln, kein Spiel um Geld · Beim Poker spielst du gegen die anderen am Tisch, nicht gegen die Bank

Omaha Poker-Regeln

Omaha sieht auf den ersten Blick aus wie Texas Hold'em. Es gibt einen Dealer-Button, einen Small und einen Big Blind, vier Setzrunden und fünf Gemeinschaftskarten in der Mitte: drei beim Flop, je eine beim Turn und beim River. Wer die Hold'em-Regeln kennt, kann den Ablauf einer Hand also schon. Neu sind nur zwei Dinge, und beide ändern das Spiel stärker, als man denkt.

Vier Karten, genau zwei nutzen

Der erste Unterschied: Jeder Spieler bekommt vier verdeckte Karten statt zwei. Der zweite ist die wichtigste der Omaha Poker-Regeln: Deine Hand besteht immer aus genau zwei deiner vier Karten und genau drei Karten aus der Mitte. Nicht eine, nicht drei, sondern genau zwei. Liegen vier Pik auf dem Board und du hältst ein einzelnes Pik-Ass, hast du keinen Flush. Dafür bräuchtest du zwei Pik auf der Hand. Liegen in der Mitte drei Damen, hast du nicht automatisch einen Drilling mit Kicker, sondern musst zwei eigene Karten dazunehmen.

Aus vier Karten lassen sich 6 verschiedene Paare bilden, und jedes davon kann mit 10 Dreiergruppen vom Board kombiniert werden. Ein Omaha-Spieler hat am River also 60 mögliche Hände zur Auswahl, ein Hold'em-Spieler nur 21. Das erklärt, warum die Poker-Omaha-Regeln zu stärkeren Händen führen. Eine Straße oder ein Flush, die beim Hold'em oft reichen, verlieren beim Omaha regelmäßig gegen ein Full House.

Vier verdeckte Karten als Fächer vor einem Platz am Filztisch, daneben ein kleiner Chipstapel (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild. Beim Omaha bekommst du vier Karten statt zwei, darfst aber genau zwei davon verwenden.

Das prägt auch, welche Omaha Poker-Hände als stark gelten. Gute Starthände sind solche, bei denen alle vier Karten zusammenarbeiten: zwei Paare, mehrere Karten derselben Farbe, aufeinanderfolgende Ränge. Vier Karten ohne Bezug zueinander sind dagegen schwach, auch wenn ein Ass dabei ist. Wer nach Omaha Poker gewinnenden Händen sucht, sollte sich deshalb weniger an einzelnen hohen Karten orientieren als daran, ob die Hand den Flop auf mehrere Arten treffen kann. Die Rangfolge selbst ist dieselbe wie bei allen anderen Varianten; sie steht bei den Poker-Händen.

Gespielt wird Omaha fast immer als Pot Limit, kurz PLO. Du darfst höchstens so viel erhöhen, wie nach deinem Mitgehen im Pot liegt. Das bremst die Einsätze vor dem Flop, wo die Hände noch nah beieinander liegen. Ansonsten gelten dieselben Regeln wie beim Hold'em: Wer all-in ist, spielt nur um den Teil des Pots, den er abgedeckt hat, und bei gleich starken Händen wird geteilt. Die Omaha Poker-Regeln für Turniere und Cash Games unterscheiden sich darin nicht.

Die Hand richtig lesen

Die meisten Fehler beim Omaha passieren nicht beim Setzen, sondern beim Lesen der eigenen Hand. Zwei Beispiele zeigen, worauf es ankommt. Auf dem Board liegen K♠ 9♠ 6♠ 3♥ 2♠, du hältst A♠ D♥ D♦ 7♣. Beim Hold'em hättest du mit dem Pik-Ass den höchsten möglichen Flush. Beim Omaha hast du keinen, denn mit nur einem Pik auf der Hand kommst du nicht auf fünf Karten einer Farbe. Deine beste Hand ist das Paar Damen mit K-9-6 aus der Mitte.

Das zweite Beispiel geht in die andere Richtung. Auf dem Board liegen 8♥ 8♣ 8♦ B♠ 4♥, du hältst B♦ 10♣ 5♠ 2♥. Ein Hold'em-Spieler mit B♦ hätte ein Full House, Achten über Buben. Beim Omaha geht das nicht. Für das Full House bräuchtest du B♦ zusammen mit B♠ und zwei Achten, das wären aber nur eine eigene und vier Karten aus der Mitte. Mit genau zwei eigenen Karten, etwa B♦ und 10♣, und genau drei aus der Mitte, also 8-8-8, kommst du auf einen Drilling Achten mit Bube und Zehn. Mehr ist mit dieser Hand nicht drin. Wer bei jeder Hand bewusst zwei plus drei zählt, macht diesen Fehler nicht.

Omaha Hi-Lo

Bei Omaha Hi-Lo, auch Omaha 8 or Better genannt, wird der Pot am Ende geteilt. Eine Hälfte bekommt die höchste Hand, die andere die niedrigste. Für die tiefe Hand gilt eine Hürde: Sie braucht fünf Karten mit verschiedenen Rängen, alle 8 oder darunter, das Ass zählt dabei als 1. Straßen und Flushs stören die tiefe Hand nicht. Kann niemand eine solche Hand bilden, geht der ganze Pot an die hohe Hand.

Auch hier gilt: genau zwei eigene Karten und genau drei aus der Mitte, für die hohe und für die tiefe Hand getrennt. Du darfst also für hoch zwei andere Karten nehmen als für tief. Wer beide Hälften gewinnt, nimmt den ganzen Pot mit, das nennen Spieler „scoopen“. Teilen sich zwei Spieler eine Hälfte, bekommt jeder ein Viertel.

Stud-Poker-Regeln

Stud Poker ist älter als Hold'em und kommt ganz ohne Gemeinschaftskarten aus. Jeder Spieler bekommt seine eigenen Karten, einige davon offen, sodass alle am Tisch einen Teil deiner Hand sehen. Statt Blinds gibt es meist einen kleinen Ante für alle und einen Bring-in, den der Spieler mit der niedrigsten offenen Karte zahlen muss. Die Poker-Stud-Regeln sind deshalb vor allem eine Frage der Reihenfolge.

7 Card Stud

Die 7 Karten Stud-Poker-Regeln in Kurzform: Zu Beginn bekommt jeder zwei verdeckte Karten und eine offene, die „Third Street“. Es folgt die erste Setzrunde, die mit dem Bring-in beginnt. Danach kommen nacheinander drei weitere offene Karten, Fourth, Fifth und Sixth Street, und zum Schluss eine siebte Karte verdeckt, der River. Nach jeder Verteilung wird gesetzt, insgesamt fünfmal. Ab der vierten Karte beginnt jede Runde der Spieler, dessen offene Karten das beste Blatt zeigen.

Weil jeder Spieler bis zu sieben Karten braucht, sitzen höchstens acht Spieler am Tisch. Selbst dann reichen 52 Karten nicht immer: Acht mal sieben sind 56. Sind vor der letzten Karte noch zu viele Spieler dabei, legt der Dealer eine einzige Karte offen in die Mitte, die für alle zählt. Beim Showdown bildet jeder aus seinen sieben Karten die beste Hand aus fünf. Gespielt wird meist Fixed Limit: In den ersten zwei Setzrunden gilt der kleine Einsatz, danach der doppelte.

Hi-Lo Stud

Die Hi-Lo-Stud-Poker-Regeln entsprechen denen von Omaha Hi-Lo: Der Pot wird zwischen der höchsten und der niedrigsten Hand geteilt, und die tiefe Hand muss aus fünf verschiedenen Karten von 8 abwärts bestehen. Weil jeder Spieler seine sieben Karten frei kombinieren darf, ist das Spiel etwas einfacher zu lesen als Omaha Hi-Lo. Die offenen Karten zeigen dir früh, wer auf eine tiefe Hand spielt. Wer bei Stud-Poker-Regeln an Varianten denkt, stößt außerdem auf Five Card Stud, die ältere Form mit nur fünf Karten und vier Setzrunden. In Spielbanken siehst du sie heute kaum noch.

Razz: wer die schlechteste Hand hat, gewinnt

Razz ist Seven Card Stud mit umgekehrter Wertung. Gewonnen wird mit der niedrigsten Hand aus fünf Karten. Das Ass ist immer die niedrigste Karte, Straßen und Flushs zählen nicht gegen dich. Die beste Hand im Razz ist deshalb A-2-3-4-5, im Englischen „the wheel“. Verglichen wird von oben: Eine Hand mit 7 als höchster Karte schlägt jede Hand mit 8 als höchster Karte, egal wie die übrigen Karten aussehen.

Die Razz Poker-Regeln drehen auch den Bring-in um. Ihn zahlt der Spieler mit der höchsten offenen Karte, ein König also eher als eine 3. Ab der vierten Karte beginnt der Spieler mit dem niedrigsten offenen Blatt. Paare sind schlecht, weil sie zwei Karten verbrauchen, die nicht beide zu einer tiefen Hand gehören können. Eine Hürde wie bei Hi-Lo gibt es nicht: Irgendjemand hat immer die niedrigste Hand, auch wenn sie nur aus Bildern besteht.

Ein lockerer Stapel abgelegter verdeckter Karten am Rand eines grünen Filztischs (mit AI erstelltes Bild) AI
Mit AI erstelltes Bild. Wer aussteigt, schiebt seine Karten verdeckt zur Mitte: Sie spielen in dieser Hand keine Rolle mehr.

Am Tisch ist Razz ein Spiel des Zählens. Jede offene niedrige Karte bei einem Gegner ist eine Karte, die dir fehlt. Wer gut mitzählt, weiß ab der fünften Karte ziemlich genau, wie gut seine Chancen stehen.

Draw Poker und Short Deck

Draw Poker ist die Form, die viele vom Küchentisch kennen. Bei den 5 Karten Draw Poker-Regeln bekommt jeder fünf verdeckte Karten, es gibt eine erste Setzrunde, dann darf jeder einen Teil seiner Karten abwerfen und gegen neue tauschen. Wie viele, legt die Hausregel fest; oft sind es bis zu drei, mit einem Ass auf der Hand bis zu vier. Nach dem Tausch folgt die zweite und letzte Setzrunde, dann wird aufgedeckt.

Die Fünf Karten Draw Poker-Regeln haben also nur zwei Setzrunden, und du siehst von den Karten deiner Gegner gar nichts. Die einzige Information ist, wie viele Karten jemand tauscht. Wer keine Karte nimmt, hat entweder eine fertige Hand oder blufft. Allgemeine Draw Poker-Regeln gibt es in vielen Abwandlungen, etwa als Lowball, bei dem wie beim Razz die schlechteste Hand gewinnt. Die Idee des Tauschens lebt heute vor allem im Video Poker weiter.

Short Deck, auch Six Plus Hold'em, ist die jüngste Variante. Die Short Deck Poker-Regeln entsprechen denen von Hold'em, aber das Blatt hat nur 36 Karten: Alle Zweier, Dreier, Vierer und Fünfer fehlen. Das Ass bildet dafür die niedrigste Straße A-6-7-8-9. Mit nur neun Karten pro Farbe wird ein Flush selten. Von den 376.992 möglichen Fünf-Karten-Händen sind nur 480 ein Flush, aber 1.728 ein Full House. Im normalen Blatt ist es umgekehrt, dort stehen 5.108 Flushs gegen 3.744 Full Houses. Deshalb schlägt beim Short Deck der Flush das Full House. Je nach Regelwerk schlägt außerdem der Drilling die Straße. Statt Blinds zahlt oft jeder Spieler einen Ante, und welche Variante gilt, steht in den Regeln des Turniers oder der Spielbank.

Häufige Fragen

Eine Pokervariante mit Gemeinschaftskarten, die wie Texas Hold'em abläuft: Blinds, vier Setzrunden, fünf offene Karten in der Mitte. Der Unterschied: Jeder Spieler bekommt vier statt zwei verdeckte Karten und muss für seine Hand genau zwei davon mit genau drei aus der Mitte kombinieren. Meist wird Omaha als Pot Limit gespielt.

Nach Small und Big Blind bekommt jeder vier verdeckte Karten. Es folgen Preflop, Flop mit drei Karten, Turn und River mit je einer Karte, nach jedem Schritt eine Setzrunde. Beim Showdown bildet jeder aus zwei seiner vier Karten und drei der fünf Gemeinschaftskarten die beste Hand. Beim Pot Limit darfst du höchstens so viel erhöhen, wie nach deinem Mitgehen im Pot liegt.

Wie Hold'em, nur mit einer Pflicht: genau zwei Karten aus der Hand, genau drei vom Board. Liegen vier Herz in der Mitte und du hast ein Herz-Ass, hast du keinen Flush, weil du zwei Herz aus der eigenen Hand brauchst. Genau diese Regel ist der häufigste Fehler von Umsteigern.

Beim Seven Card Stud gibt es keine Gemeinschaftskarten. Jeder bekommt zwei verdeckte und eine offene Karte, danach folgen drei offene und zum Schluss noch eine verdeckte Karte, mit einer Setzrunde nach jeder Verteilung. Statt Blinds gibt es meist einen Ante und einen Bring-in. Am Ende zählt die beste Hand aus fünf deiner sieben Karten.

Razz läuft ab wie Seven Card Stud, aber die niedrigste Hand gewinnt. Das Ass zählt nur als niedrigste Karte, Straßen und Flushs zählen nicht. Die bestmögliche Hand ist A-2-3-4-5. Ein Paar ist schlecht, weil es zwei Karten verbraucht. Den Bring-in zahlt die höchste offene Karte, nicht die niedrigste.

Eine Lowball-Variante von Seven Card Stud: Jeder bekommt sieben Karten, drei verdeckt und vier offen, und wer daraus die schlechteste Fünf-Karten-Hand bildet, gewinnt. Razz ist eines der Spiele im H.O.R.S.E.-Mix, in dem fünf Pokervarianten reihum gespielt werden.

Gespielt wird wie Texas Hold'em, aber mit 36 Karten: Alle Zweier bis Fünfer sind aus dem Blatt genommen. Weil es dann nur noch neun Karten pro Farbe gibt, ist ein Flush seltener als ein Full House und schlägt ihn deshalb. Das Ass bildet die niedrigste Straße A-6-7-8-9. Oft zahlt jeder einen Ante statt Blinds; die genauen Regeln stehen in der jeweiligen Hausordnung.

Eine junge Hold'em-Variante, auch Six Plus Hold'em genannt, die mit einem verkürzten Blatt ohne die Karten 2 bis 5 gespielt wird. Mit weniger Karten treffen die Spieler häufiger starke Hände, das Spiel wird dadurch schneller und lebhafter. Die Rangfolge der Hände ist leicht verändert.

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